Spiegel-Chefredakteur Aust muss gehen
 

Spiegel-Chefredakteur Aust muss gehen

Die Gesellschafter des Spiegel-Verlages haben beschlossen, den Vertrag von Stefan Aust nicht zu verlängern.

Die Gesellschafter des Hamburger Spiegel-Verlags haben einvernehmlich auf

Initiative der Mitarbeiter KG beschlossen, den Vertrag von Stefan Aust, Chefredakteur des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", nicht über den 31. Dezember 2008 hinaus weiterlaufen zu lassen. Das berichtet der Verlag in einer aktuellen, knappen Aussendung. Damit haben sich die Aust-kritischen Mitarbeiter also innerhalb der Gesellschaft durchgesetzt: sie hatten wegen der zunehmenden Kritik an dem autoritären Führungsstils des Chefredakteurs auf seine Absetzung gedrängt. "Der Spiegel braucht ein neues, moderneres Gesicht", erklärt der Geschäftsführer der Mitarbeiter KG gegenüber der Financial Times Deutschland.


Aust ist seit 1994 an der Spitze des Blattes. Sein Vertrag hätte noch bis auf zwei Jahre verlängert werden können. Jetzt werde er wahrscheinlich bis zum Ende seiner Amtsperiode freigstellt werden, vermuten Branchenkenner.


Der Spiegel gehört zu 50,5 Prozent seinen Mitarbeitern, der Mitarbeiter KG, zu 24 Prozent den Erben des Gründers Rudolf Augstein sowie zu 25,5 Prozent dem Gruner+Jahr-Verlag.


Nun ist Geschäftsführer Mario Frank mit der Nachfolgesuche beauftragt. Die Gerüchteküche spricht von Zeit-Chefredakteur Giovanni die Lorenzo oder "Spiegel-Online"-Chef Matthias Müller von Blumencron.

(dodo)

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