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S(p)ex sells? Magazin-Auslieferung in der Schweiz und Luxemburg gestoppt

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Aufgrund expliziter sexueller Inhalte darf die aktuelle Ausgabe des Musikmagazins „Spex“ in der Schweiz und Luxemburg nicht vertrieben werden.

„Sex sells“ – ein Motto, das in der Schweiz und in Luxemburg nicht überall Anklang zu finden scheint. Der Vertrieb des Berliner Musik-, und Szenemagazins „Spex“ musste für die aktuelle Ausgabe aufgrund vermeintlich gegen den Jugendschutz verstoßender, pornographischer Inhalte gestoppt werden. Unter dem Titel „The xx(x)-Issue“ thematisiert das Magazin in der September/Oktober-Ausgabe die Rolle von Pornographie als Phänomen der Popkultur und stellt sich die Frage, wie diese sich auf das gesellschaftliche Denken und vorherrschende Geschlechterrollen niederschlägt.

Fotoarbeiten aus einem Aufklärungsbuch

Bebildert wurden die Texte mit explizit sexuellen Aufnahmen der in Berlin lebenden Fotografin Heji Shin. Unter anderem zu sehen: eine Frau mit leicht geöffneten Schamlippen. Fotografien, die vom Vertrieb in der Schweiz und in Luxemburg als zu anstößig empfunden wurden – der Tatsache zum trotz, dass das dazugehörige Aufklärungsbuch unter dem Titel „Make Love“ im Handel ab dem 14. Lebensjahr empfohlen ist.

Irritiert über „gewisse Zensur“

Die Haupt-Redakteure der "xx(x)-Issue“ würden sich „quasi-wissenschaftlich“ mit dem Phänomen Pornografie auseinandersetzen, betont die Redaktion in ihrem Brief an die Leser, der die Nicht-Auslieferung der Ausgabe in der Schweiz und Luxemburg erklären soll. Man sei irritiert, dass der Vertrieb in „gewisser Weise Zensur ausübt“, so „Spex“-Chefredakteur Torsten Groß. Um den Lesern in der Schweiz und in Luxemburg trotz allem Zugang zur aktuellen Ausgabe zu verschaffen, haben diese über die „Spex“-Aboseite die Möglichkeit, diese direkt online zu bestellen.
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