Spekulationen um ORF: Wrabetz sieht "keinen G...
 

Spekulationen um ORF: Wrabetz sieht "keinen Grund für Experimente"

Verweist auf bis Ende 2016 laufende Geschäftsführungsperiode - Generaldirektor will sich weiterhin für Fortsetzung der Gebührenrefundierung einsetzen

Mit einer Schwerpunktwoche zum Nationalfeiertag am 26. Oktober will der ORF seine Kernkompetenzen hervorstreichen. Nicht ganz uneigennützig, wie ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz bei der Präsentation eingestand, ist der öffentlich-rechtliche Sender doch ein wichtiges Thema bei den derzeit laufenden Regierungsverhandlungen. Zu Personalspekulationen in diesem Zusammenhang wollte sich Wrabetz auf APA-Nachfrage nicht äußern, sehe er doch angesichts der Erfolge des Senders "keinen Grund für Experimente".

Konkret geht es dabei unter anderem um den von der ÖVP bereits im Vorfeld der Nationalratswahlen deponierten Wunsch nach einem Zweier-Vorstand, der bei der SPÖ auf Ablehnung stieß. Wrabetz sieht den ORF im europäischen Vergleich sehr erfolgreich und breit aufgestellt und daher keine Notwendigkeit für Veränderungen im Direktorium vor dem Auslaufen der aktuellen Geschäftsführungsperiode Ende 2016. Auf die Frage, ob er bis dahin auch mit Fernsehdirektorin Kathrin Zechner zusammenarbeiten werde, meinte er: "Warum nicht?"

Festhalten will Wrabetz weiterhin an der Forderung nach einer Fortsetzung der Gebührenrefundierung. Einer kolportierten Kompromissvariante mit einer Abgeltung in der Höhe von 15 Mio. Euro für ORF-Aufgaben wie das Radio Symphonie Orchester (RSO) oder das Film-Fernsehabkommen könnte er insofern etwas abgewinnen, als dem Anschein nach "darüber positiv diskutiert" werde. Der öffentlich-rechtliche Mehrwert, den der ORF durch die Mittel der Refundierung bereitstelle, ende allerdings keineswegs bei diesen beiden Beispielen, weshalb man sich für eine höhere Abgeltung respektive Refundierung einsetzen werde, betonte der Generaldirektor.

(APA)
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