Spekulationen um Media Quarter Marx
 

Spekulationen um Media Quarter Marx

FPÖ brachte Anzeige ein

Das Media Quarter Marx (MQM) steht derzeit nicht nur wegen des möglichen Umzugs des ORF neben das Areal in den Schlagzeilen, sondern auch wegen Spekulationen um die Eigentümer. Rätselraten gibt es vor allem über die Beteiligung des privaten Partners, die VBM Beiteiligungsmanagementgesellschaft GmbH, die 60 Prozent am neuen Medienzentrum auf dem Areal der ehemaligen Schlachthöfe St. Marx hält.

Hinter der VBM soll sich laut Medienberichten unter anderem ein Eigentümer verbergen, der sich mit Geldern aus der Schweiz und der Ukraine finanziert. Die Spuren sollen bis in eine Steueroase in der Karibik reichen. Auch der umstrittene kasachische Ex-Botschafter in Österreich, Rakhat Aliyev, wurde in diesem Zusammenhang genannt.

Neun Personen im Fokus der Sachverhaltsdarstellung

Infolge der Spekulationen um die Eigentümerverhältnisse des Media Quarter Marx (MQM) bringt die Wiener FPÖ laut "Presse" nun eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Wien ein. Von der siebenseitigen Sachverhaltsdarstellung sind neun Personen, teils der Stadt Wien zugehörig, betroffen. Inhaltlich geht es um Verdacht der Geldwäscherei sowie der Bildung einer kriminellen Vereinigung.

Betroffen von der Anzeige ist laut dem Bericht auch Claus Hofer, Geschäftsführer der städtischen Technologieagentur ZIT, die 40 Prozent am MQM hält: Dieser wies gegenüber der "Presse" die Vorwürfe zurück. Zudem glaube er nicht, dass Gelder des kasachischen Ex-Botschafters in diesem Projekt stecken würden, erklärte Hofer.

Geprüft wird die Causa rund um die Privatbeteiligung am Media Quarter Marx bereits von der Steuerberatungskanzlei Consultatio. Die Prüfung wurde vom ZIT in Auftrag gegeben.

(APA/red.)
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