Spediteure hoffen auf Durchbruch des E-Commer...
 

Spediteure hoffen auf Durchbruch des E-Commerce

Irgendwo zwischen Hoffen und Bangen liegt die aktuelle Gemütsverfassung der heimischen Logistik-Branche, wenn es um die Zukunftschancen geht, die das Internet bietet.

Die österreichische Logistik-Branche verspricht sich viel von den Möglichkeiten des Internet, ist aber angesichts der aktuellen Pleiten in der New Economy auch vorsichtig geworden. Heidegunde Senger-Weiss, Chefin von Österreichs größter privater Spedition "Gebrüder Weiss" und Präsidentin des "Zentralverbandes Spedition und Logistik": "70 Prozent der Waren, die per Internet geordert werden, müssen ja auch physisch bewegt werden". Allerdings hätte sich die Branche wohl ein bisschen verkalkuliert, was die Rasanz dieser Entwicklung angeht: "Das sieht man an den fallenden Kursen der einschlägigen Aktientitel leider ganz deutlich".

Ganz enorm in der Krise befänden sich die Online Frachtbörsen: "Die Frachtbörsen müssen sich jetzt deutlich umorientieren. Es reicht in diesem hart umkämpften Markt nicht aus, einfach nur Vermittler von Frachtkapazitäten zu sein. Vielmehr muss man jetzt sein Geschäftsmodell auf die wirklich entscheidende Herausforderung der Zukunft ausrichten: die weltweite Integration von Wertschöpfungsketten", prognostiziert Oswald Werle, Chef der österreichischen e-Logistik-Plattform inet-logistics ein Sterben in der virtuellen Branche.

So schätzt etwa die Unternehmensberatung IM+C AG, dass bei rund 65 Prozent der derzeit bestehenden Frachtbörsen ein profitabler Betrieb langfristig kaum möglich sein würde.

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