Sparmaßnahmen bei der "Kleinen" kolportiert
 

Sparmaßnahmen bei der "Kleinen" kolportiert

Gespräch mit dem Betriebsrat am Dienstagnachmittag

Der Styria Media Group ("Kleine Zeitung", "Die Presse", "WirtschaftsBlatt") dürften weitgehende Umstrukturierungen inklusive Sparmaßnahmen ins Haus stehen. Davon betroffen sind demnach nicht nur, wie bereits vor einigen Wochen von der Konzernleitung angekündigt, die Tageszeitungen "Presse" und "WirtschaftsBlatt", die künftig redaktionell stärker kooperieren sollen, sondern auch die Cashcow des Verlags, die "Kleine Zeitung". Laut einem Bericht des "Standard" sind derzeit Gespräche über die Auflösung von Dienstverhältnissen im Gang. In der Styria-Spitze will man konkrete Pläne unterdessen erst kommunizieren, nachdem die Mitarbeiter über die Vorhaben informiert wurden.

Bei der "Kleinen" soll demnach die Zusammenarbeit mit freien Mitarbeitern und Pauschalisten beendet werden, mehrere Betroffene sollen diesbezüglich bereits kontaktiert worden sein. Die Belegschaftsvertretung der "Kleinen" wurde bisher noch nicht über die bevorstehenden Sparmaßnahmen informiert, wie zu hören war, ein Gespräch zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat ist aber für Dienstagnachmittag angesetzt. In einem internen E-Mail rieten die Belegschaftsvertreter möglichen Betroffenen, vorerst nichts zu unterschreiben und sich an den Betriebsrat zu wenden. In der Redaktion der "Kleinen Zeitung" geht man davon aus, dass es im Zusammenhang mit der Kündigung von Pauschalisten zu arbeitsrechtlichen Klagen kommen könnte.

Kolportiert wird weiters eine konzernweite Vorgabe, wonach zehn Prozent der etwa 3.000 im In- und Ausland beschäftigten Styria-Mitarbeiter beziehungsweise der entsprechenden Personalkosten eingespart werden sollen. Anfragen von HORIZONT online in der Styria blieben zunächst unbeantwortet.

(APA/red)
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