Sparkurs beim "Spiegel"
 

Sparkurs beim "Spiegel"

Geschäftsführer Ove Saffe will den gesunkenen Umsätzen gegensteuern.

Aufgrund sinkender Umsätze im Printgeschäft und der Wirtschaftskrise hat sich die Spiegel-Gruppe selber einen Sparkurs verordnet, berichtet der deutsche Branchendienst Horizont.net auf Basis eines Interviews mit dem neuen Geschäftsführer Ove Saffe. Ziel sei es, das Ergebnis mindestens zu halten. Dafür müssten die Bereiche mit rückläufigen Erlöse kostenmäßig gegensteuern. Das Betriebsergebnis der Gruppe liege 2008 mit einer zweistelligen Rate unter dem Vorjahr, gibt Saffe preis. Der Umsatz ist um 5,7 Prozent gegenüber 2007 zurückgegangen. Dabei verzeichnen allein die Zeitschriften "Spiegel" und "Manager Magazin" einen Umsatzückgang von 6,5 Prozent: Die Werbeeinnahmen des "Spiegel" sanken um 10 Prozent, die des "Manager Magazins" um 2 Prozent, "zweistellige Tendenz steigend", so Saffe. Die Vertriebserlöse hingegen seien stabil geblieben. Die Werbeeinnahmen von Spiegel Online sogar um knapp 7 Prozent gestiegen - aber dennoch zu wenig, um den Rückgang zu kompensieren.

Die Gruppe versuche nun seine Kriegskassen mit hochpreisigen Ablegern á la "Spiegel Geschichte" oder "Spiegel Wissen" zu füllen. Der Rückzug des "Manager Magazins" aus Polen mangels Marktvolumen war der Anfang der bevorstehenden Konzentrationsübung auf den deutschen Markt. "Hier gibt es genug zu tun und genügend Chancen", meint der Geschäftsführer.

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