Soziale Medien: BBC-Generaldirektor droht Mit...
 
Soziale Medien

BBC-Generaldirektor droht Mitarbeitern mit Twitter-Bann

William/stock.adobe.com
Broadcasting House: Die BBC-Nachrichtenzentrale im Herzen Londons
Broadcasting House: Die BBC-Nachrichtenzentrale im Herzen Londons

Mit neuen, strengeren Richtlinien könnten Mitarbeiter künftig gezwungen werden, ihre Social-Media-Accounts stillzulegen, wenn sie sich nicht an Objektivitätsgebot halten.

Noch kein Monat im Amt, sorgt Tim Davie, neuer Generaldirektor der BBC, schon für Aufsehen: Mitarbeiter, die sich nicht an die neuen, noch strengeren Social-Media-Guidlines halten, könnten aufgefordert werden, ihren Twitter-Account ruhend zu stellen, kündigte Davie am Dienstag vor einem britischen Parlamentausschuss an. 

Tim Davie vor dem Parlamentsausschuss


Die neuen Guidlines würden nämlich auch neue Durchsetzungsrichtlinien beinhalten, sagte Davie.

Man werde künftig die Möglichkeit haben "disziplinarrechtliche Schritte zu setzen, bei denen wir die Möglichkeit haben werden, Menschen von Twitter wegzubringen", so Davie. Nachgefragt was das bedeute, stellte Davie klar: "Wenn sie für die BBC arbeiten wollen", könnten Mitarbeiter gezwungen werden, ihre Accounts ruhend zu stellen.  "Ich weiß, dass die Menschen strenge Maßnahmen diesbezüglich sehen wollen." 

BBC müsse auf Sozialen Medien aktiv sein

Jene, die sich nicht an die strengen Objektivitätsregeln der BBC halten würden könnte sogar die Entlassung drohen. Davie stellte klar, dass es ihm aber nicht darum gehe, Mitarbeiter von Sozialen Medien zu verbannen. Die BBC müsse dort auch aktiv sein, so Davie: "Wir müssen da draußen sein." Allerdings würde von BBC-Mitarbeitern ein hoher Standard erwartet, was das Objektivitätsgebot betreffe. Er glaube "leidenschaftlich" daran, dass auch unparteiische Berichterstattung auf Sozialen Medien reizvoll sein kann. 

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