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Soravias mischen auch im Berliner TV-Markt mit

Der Medienrat Berlin-Brandenburg erteilt dem österreichischen Baukonzern Soravia die Sendeerlaubnis für einen Nachfolgesender von TV.Berlin.

Anstelle des bisherigen Programms von TV.Berlin will der österreichische Baukonzern Soravia im Berliner Kabelnetz künftig ein 24-stündiges Lokalprogramm senden – eine entsprechende Sendeerlaubnis erteilte die Medienanstalt Berlin-Brandenburg nun der Soravia-Tochter Kanal 1. Diese ist allerdings an mehrere Bedingungen geknüpft: Der neue Betreiber müsse sich zur Übernahme von Mitarbeitern des insolventen TV.Berlin verpflichten und einen bestimmten Anteil von Programmen im Raum Berlin-Brandenburg produzieren, so die Vorgabe des Medienrats. Über den endgültigen Zuschlag entscheidet dieser am 21. Oktober 2002.

Der private Fernsehsender TV.Berlin hatte zum 1. August 2002 wegen Zahlungsfähigkeit seinen aktuellen Sendebetrieb eingestellt. Der Lokalsender gehört zum zusammengebrochenen Medienimperium Leo Kirchs, ebenso wie TV-München, an die Brüder Soravia schon beteiligt sind. Auch in der Schweiz hatten Erwin und Hanno Soravia die Studios des aus finanziellen Gründen eingestellten Privatsenders TV 3 übernommen und angekündigt, unter dem Namen Kanal 1 einen länderübergreifenden Sender für Österreich, die Schweiz und Deutschland zu installieren. In Österreich scheiterte es freilich schon an der Bewerbung für die richtige Frequenz für das Wiener Ballungsraumfernsehen.

(jed)

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