Social Media – „the winner takes it all“
 

Social Media – „the winner takes it all“

Unter der Moderation von Martin Thür (ATV) diskutierten im Rahmen der 18. Österreichischen Medientage Judith Denkmayr (Digital Affairs), Answer Lang (Wiener Linien), Klaus Matzka (Investor) und George Nimeh (Consultant) Soziale Netzwerke wie Facebook und Google+.

Gleich zu Beginn wurden die aktuellen Veränderungen von Facebook diskutiert. „Timeline macht Facebook zum ultimativen persönlichen Web-Account. Alles kann nun auf einer großen Chronik eingetragen werden“, äußerte sich Judith Denkmayr zu dem Thema. „Mich stört diese totale Transparenz der Privatsphäre von Facebook“, sagte Klaus Matzka.

Facebook klare Nummer 1

Die Diskutanten waren sich einig, dass Google+ Facebook derzeit keine ernsthafte Konkurrenz mache. So äußerte sich George Nimeh: „Einer der Schlüssel für den Erfolg von Facebook ist seine ständige Weiterentwicklung. Facebook hat einfach mehr als alle anderen sozialen Netzwerke gezeigt, dass es sehr schnell anpassungsfähig ist.“ „Google+ hat viele Anmeldungen, verzeichnet aber bisher nur eine bescheidene Interaktion. Wenn nicht alle meine Freunde da sind, bleibt es für mich immer nur ein Nebenbei-Netzwerk“, so Judith Denkmayr. Auf die Frage, wie viel die Wiener Linien überhaupt über ihre Facebook-Fans wissen wollen, antwortete Answer lang: „Die Leute schreiben alles Mögliche hinein. Für uns ist Targeting nicht von großer Bedeutung. Wir möchten von unseren Facebook-Fans erfahren wie unser Image aussieht und es anschließend verbessern.“

Worst practice?

Abschließend zählten die Diskussionsteilnehmer die größten Fehler auf, die eine Marke auf Facebook begehen kann. „Der größte Fehler ist, wenn eine Marke auf Facebook präsent ist, aber nichts tut“, so George Nimeh. Answer Lang: „Man muss sich darüber klar sein, welches Ziel man mit seiner Facebook Präsenz erreichen will. Ansonsten sind die größten Fehler die man machen kann: immer Recht zu haben, Kritik zu löschen und einen Shitstorm absichtlich herbeizuführen“. Klaus Matzka war der Ansicht, dass man vor allem darauf achten müsse, dass die Online- und Offline-Präsenz der Marke stimmig seien. Judith Denkmayer sprach den Schlusssatz: „Ich persönlich finde die Fixiertheit auf die Fanzahl nervig.“
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