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So könnte die Zukunft von „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ aussehen

RTL

Tim Nieland, Head of Product Management bei IP Deutschland, gibt auf dem 15 Seconds Festival Einblick in aktuelle Erfolge und künftige Werbeformen.

Die TV-Sendung „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ mag für viele Intellektuelle als eine Einladung zum Fremdschämen gelten – der Erfolg des Konzepts spricht aber für sich, wie vor allem Zahlen aus dem Web zeigen: Allein auf den RTL-Sites werden 20,2 Millionen Video Views verzeichnet, die Facebook-Page hat 1,2 Millionen Fans, insgesamt kommt „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ auf 128 Millionen Social Media Bruttokontakte.

Über alle Screens hinweg

Gerad der Erfolg von „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ im Web zeigt den Verantwortlichen aber auch, dass sie zunehmend auf neue Technologien setzen müssen, wie Tim Nieland, Head of Product Management bei IP Deutschland, auf dem 15 Seconds Festival ausführt.

So wird darauf geachtet, dass Inhalte für alle verfügbaren Screens – vom TV zur Apple Watch – lizenziert und produziert werden, beziehungsweise die Darstellungsformen auf den verschiedenen Screens „harmonisiert“ werden, also einander anteasern und erweitern.

Apps und VR-Wasserfälle

Auch skizzierte Nieland, wie „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ im Jahr 2020 aussehen könnte – und wie Werbung dort platziert wird. So wäre es etwa denkbar, dass User über eine App abstimmen können, welches Produkt in der Sendung platziert wird. Eine andere Möglichkeit wäre die Integration von Wearables: Wer eine Apple Watch kauft, der wird direkt mit dem Kandidaten verbunden und spürt dessen Puls während einer schwierigen Aufgabe.

Auch wäre es möglich, automatisierte Avatare der Zuschauer in die Sendung einzuspielen. Und über eine VR-Brille könnte der Zuschauer sich neben einen Wasserfall im Dschungel stellen und dort gleich ein Duschgel per Teleshopping kaufen, dass die Kandidaten verwenden. „Wir haben dort ein wenig gesponnen, und Buzzwords kombiniert“, sagt Nieland. Trotzdem: Manche dieser Konzepte könnten die Zuschauer und Werbekunden in Zukunft erwarten.

Was es jedenfalls jetzt schon gibt, führt Nieland ebenfalls aus: Etwa die Integration von Produkten in zur Sendung passenden VR-Spielen – oder das digitale Einspielen von Product Placements in Sendungen wie GZSZ im Nachhinein.
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