Sky will kräftig in Eigenproduktionen investi...
 

Sky will kräftig in Eigenproduktionen investieren

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Sky will in den nächsten Jahren stark wachsen und investiert nun auch im großen Stil in Serien.
Sky will in den nächsten Jahren stark wachsen und investiert nun auch im großen Stil in Serien.

100 Millionen Euro sollen in den kommenden vier Jahren für deutschsprachige Eigenproduktionen locker gemacht werden.

Der Bezahlsender Sky will kräftig in die Produktion von eigenen Serien investieren: Wie die "WirtschaftsWoche" berichtet, will der Sender in den kommenden vier Jahren etwa 100 Millionen Euro für fiktionale Eigenproduktionen ausgeben. "Wir wollen in den kommenden vier Jahren bis zu acht Eigenproduktionen in Deutschland realisieren", sagt Sky-Chef Carsten Schmidt der Zeitung. Derzeit steht schon das Mega-Projekt "Babylon Berlin" in den Startlöchern, bei dem Sky mit der ARD kooperiert. 40 Millionen Euro fließen hier in 16 Serien-Folgen. 

Mitfinanzieren ließen sich Eigenproduktionen durch den Weiterverkauf an die Schwestersender etwa in Italien und England. Die europäischen Sky-Gesellschaften haben sich ja erst im vergangenen Jahr unter dem Dach der Sky plc. zusammengeschlossen. Insgesamt gibt Sky übrigens noch deutlich mehr für Eigenproduktionen aus: Wie Sky-Österreich-Geschäftsführerin Christine Scheil im Gespräch mit HORIZONT erklärt, fließen jedes Jahr 6,5 Milliarden Euro in eigenproduzierte Formate - europaweit, nicht nur in Deutschland und Österreich. 

Fest steht für Schmidt und Scheil: Der Bezahlsender soll in den kommenden Monaten und Jahren kräftig wachsen. Im Vergleich zu anderen Ländern wie England oder Italien hinkt der Sender im deutschsprachigen Raum noch weit hinterher, in Deutschland und Österreich liegt die Pay-TV-Penetration bei nur etwa 18 Prozent. In England sind es dagegen mehr als 50 Prozent, in Italien immerhin noch 30 Prozent. "Auf Dauer können und werden wir uns mit solchen Zahlen nicht zufrieden geben", sagt Schmidt der "WirtschaftsWoche" und auch Christine Scheil gibt sich gegenüber HORIZONT selbstbewusst: "Rein strukturell sehen wir keine Gründe, weshalb wir in Deutschland und Österreich nicht zu ähnlichen Penetrationsraten kommen sollten wie in England."

Verluste trotz starkem Wachstum



Konkrete Ziele, wann man in Österreich und Deutschland eine gewisse Flughöhe erreicht haben will, nennt Scheil nicht. Sie sagt nur: "Wir haben gezeigt, dass wir sehr wohl wachsen können." Das stimmt: In den vergangenen Jahren hat das Abo-Wachstum kräftig angezogen. Kam der Sender 2009 noch auf 2,47 Millionen Abonnenten in Deutschland und Österreich, so sind es im vergangenen Jahr schon 4,46 Millionen gewesen. Dennoch: Im Jänner wurde bekannt, dass man im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2015/16 in Österreich und Deutschland ein operatives Minus in Höhe von etwa 47 Millionen Euro eingefahren hat.

In der kommenden HORIZONT-Ausgabe 12/2016, die am 25. März erscheint, lesen Sie eine große Geschichte zu Sky Österreich. Welchen Einfluss hat der Zusammenschluss der europäischen Sky-Gesellschaften auf das Österreich-Geschäft und wieso werden nun auch Südtiroler Haushalte von Wien aus betreut? Hier geht's zum Abo
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