Sky verliert die Premier League
 

Sky verliert die Premier League

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Die Premier League ist ab der nächsten Saison nicht mehr bei Sky zu sehen.
Die Premier League ist ab der nächsten Saison nicht mehr bei Sky zu sehen.

Der Bezahlsender Sky darf ab der kommenden Saison keine Spiele der englischen Premier League mehr zeigen

"Live-Sport zieht auch in Österreich, aber mit den Film- und Serienpaketen sind wir hier sogar etwas stärker", sagte Sky-Österreich-Chefin Christine Scheil Anfang der Woche in einem Interview mit der APA. Dass hierzulande Filme und Serien vergleichsweise besser nachgefragt werden als in anderen Ländern, könnte dem Bezahlsender in den kommenden Jahren helfen. Denn wie jetzt bekannt wurde, verliert Sky ein wichtiges Sport-Recht: die Premier-League. 

Ab der nächsten Saison sind die Spiele der höchsten englischen Fußball-Liga nicht mehr bei Sky, sondern bei der Perform Group zu sehen. Diese hat sich die Rechte für drei Jahre in Österreich, Deutschland und Liechtenstein gesichert, Sky geht leer aus. Perform gab erst kürzlich bekannt, im kommenden Jahr eine OTT-Plattform an den Start bringen zu wollen. Dafür bieten sich hochklassige Sportrechte natürlich an - die Premier League ist so eines. Zusätzlich dazu hatte sich Perform erst Ende Oktober die NBA-Rechte gesichert. Und das Unternehmen hat angekündigt, weitere Sportrechte kaufen zu wollen. 

Bei Sky war am Donnerstag natürlich enttäuscht über den Verlust der Rechte, verwies aber auf die aus Unternehmenssicht zu hohen Rechtekosten: "Wir haben uns intensiv um die Verlängerung der Live-Übertragungsrechte der englischen Premier League über die laufende Saison hinaus bemüht. Als wirtschaftlich handelndes Unternehmen müssen wir Investment und Ertrag stets in ein direktes Verhältnis setzen, was im Falle der Premier League dazu führte, dass wir von einem Erwerb der Rechte Abstand genommen haben", so der Sender. Spieler und Klubs von der Insel könne man als Sky-Kunde weiterhin im Rahmen der Live-Übertragungen der Champions League und der Europa League sehen. Wer sich für die Premier League interessiert, muss allerdings auf Perform umsteigen.

Einige Österreicher spielen in England



Für Sky Österreich ist der Verlust besonders bitter, weil zuletzt viele Österreicher auf die Insel wechselten. So spielen inzwischen unter anderem Marko Arnautovic (Stoke), Sebastian Prödl (Watford), Christian Fuchs (Leicester) und Kevin Wimmer (Tottenham) bei englischen Klubs. In ihrem Interview Anfang der Woche sagte Sky-Österreich-Chefin Christine Scheil zudem, dass man in möglich jeden Haushalt möchte. "Und wir sehen auch keine strukturellen Gründe, warum wir das nicht schaffen sollten."
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