Sky-Programmchef sieht Reality-TV und Casting...
 

Sky-Programmchef sieht Reality-TV und Castingshows vor dem Aus

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Gary Davey: Flexibilität und On-demand-Angebote als Herausforderung für lineares Fernsehen - "Das Endgerät ist für uns nebensächlich"

Geht es nach Gary Davey, seit einem Jahr Sky-Programmchef für Deutschland und Österreich, entwickelt sich der Fernsehmarkt in Zyklen und steht gerade vor einem Umbruch. "Reality-TV und Casting-Shows gehen ihrem Ende zu", erklärte der 58-jährige Medienmanager am Freitag bei einem Pressegespräch in Wien. Die Zukunft gehöre qualitativ hochwertigen Dramaserien. Parallel dazu hat sich aber auch das Nutzungsverhalten - vor allem jüngerer Seher - verändert und haben sich Flexibilität sowie On-Demand-Angebote zu wesentlichen Faktoren entwickelt.

 Der Pay-TV-Sender, der österreichweit aktuell auf rund 260.000 Abonnenten kommt, begegnet dem etwa mit Sky Go, das zusätzlich zu den Kernservices erworben werden kann und damit die Programme auch auf iPad und Co rezipiert werden können. "Das Endgerät ist für uns nebensächlich. Viel wichtiger sind Auswahlmöglichkeit, Komfort und Qualität", so Davey. In dieser Hinsicht sehe gerade "lineares Fernsehen einer interessanten Zukunft" entgegen.

Gerade jüngere Seher können mit dem klassischen Fernsehkonzept, zu gewissen Uhrzeiten zu Hause zu sein, um etwas sehen zu können, immer weniger anfangen. "Das steht im völligen Widerspruch zu ihrem Lebensstil." Andererseits besteht das Bedürfnis, gerade Serien so zeitnahe wie möglich zur Erstausstrahlung sehen zu können. Dem begegnet Sky aktuell etwa mit Sky Atlantic, wo beispielsweise die HBO-Serie "The Newsroom" bereits einen Tag nach dem US-Start hierzulande zu sehen war. Im Herbst folgt eine Ausstrahlung auf Deutsch, "wir haben dadurch mehr Zeit für die Synchronisation, um diese so gut wie möglich zu gestalten", betonte Davey.

(APA)
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