Ski-Weltcup bleibt beim ORF
 
Johannes Brunnbauer
ORF-Generaldirektor Wrabetz freut sich über Ski-Rechte
ORF-Generaldirektor Wrabetz freut sich über Ski-Rechte

Die Idee des Pay-TV-Senders Sky, eine Art "Champions League des Skisports" aufzuziehen, bleibt auf Eis. Der ORF hat sich bis 2026 die Mehrzahl der TV-Rechte am alpinen und nordischen Ski-Weltcup gesichert, inklusive jenen an den Ski-Weltmeisterschaften alpin und nordisch.

Im Vorfeld der Österreichischen Medientage ließ der Pay-TV-Sender Sky mit der Idee aufhorchen, eine Art "Champions League des Skisports" aufzuziehen. Daraus wird jetzt nichts mehr. Der ORF hat sich nämlich "nach sehr intensiven Verhandlungen" von der internationalen Sportevent-, Medien- und Marketingagentur Infront bis ins Jahr 2026 die wichtigsten Wintersport-Rechte gesichert, wie er heute in einer Aussendung verlautbarte. Konkret würden diese die überwiegende Mehrzahl an alpinen und nordischen Ski-FIS-Weltcup-Bewerben (inklusive Snowboard) im Ausland und die FIS-Ski-WM-Events (alpin und nordisch) 2023 und 2025 beinhalten.

Alle Ski-Rechte vorerst bis 2022 beim ORF

Damit sind jene Weltcuprennen und -veranstaltungen gemeint, die außerhalb Österreichs stattfinden und für die der Österreichische Skiverband (ÖSV) keine Vermarktungsrechte besitzt. Die Rechte an den entsprechenden Wintersport-Bewerben in Österreich (und auch der Schweiz) hält der ORF noch bis ins Jahr 2022.

Für ORF-Generaldirektor  Alexander Wrabetz „ist dies ein richtungsweisender Sportrechteerwerb, der den zahlreichen ORF-Wintersportfans ihren TV-Lieblingssport auch in den kommenden Jahren live und ohne Bezahlschranken sichert". ORF-TV-Sportchef Hans Peter Trost sieht seinen Verhandlungserfolg im Gegensatz zum internationalen Trend: Dort "müssen aktuell Live-Sport-Programme bei öffentlich-rechtlichen Sendern massiv reduziert werden".

Für den Öffentlich-Rechtlichen, und dort speziell ORF1, stellen die Übertragungen von den Ski-Events so etwas wie eine Quotengarantie dar. Der auf Live-Sport und neuerdings Eigenproduktionen fokussierende Kanal war zuletzt auf 7,5 Prozent Marktanteil bei den Sehern ab 12 Jahren gesunken.

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