Sender-Familiengründung in Deutschland geglüc...
 

Sender-Familiengründung in Deutschland geglückt

Der Axel Springer Verlag hat seine SAT.1-Anteile von 41 % nun doch nicht wie angekündigt an Leo Kirch verkauft, sondern bringt sie in die neue Senderfamilie aus SAT.1, ProSieben, Kabel 1 und N24 ein.

Der Axel Springer Verlag hat seine SAT.1-Anteile von 41 % nun doch nicht wie angekündigt an Leo Kirch verkauft, sondern bringt sie in die neue Senderfamilie aus SAT.1, ProSieben, Kabel 1 und N24 ein. Springer hält dann an der neuen Fernseh-Holding nunmehr 11,5 %, hat aber eine Option, zu einem späteren Zeitpunkt auszusteigen. Der Name des neuen Unternehmens wird – ein bißchen sperrig – ProSiebenSAT.1 Media AG lauten. Vorstandsvorsitzender wird ProSieben-Chef Urs Rohner sein. SAT.1-Geschäftsführer Fred Kogel wechselt in den Aufsichtsrat. Wie Urs Rohner und Fred Kogel betonen, sei die Gründung der Senderfamilie durchaus eine Liebesheirat gewesen. Jeder Sender der neuen Familie soll im übrigen seinen jeweiligen Sitz behalten und wird von einem "Senderchef" geführt werden. N24 soll als zentrale Nachrichteneinheit auch die anderen Sender mit News beliefern. Hauptgesellschafter der neuen Holding ist KirchMedia mit 52,5 % Anteil am Grundkapital. Neben Rohner gehören dem neuen Vorstand Ludwig Bauer (Fernsehen), Jürgen

Doetz (Medienpolitik) und Lothar Lanz (Finanzen, Dienstleistungen,

Merchandising) an. Zusammengerechnet haben die Unternehmen der

ProSiebenSAT.1 Media AG 1999 einen Umsatz von 2 Milliarden Euro und einen Gewinn von 200 Millionen Euro erwirtschaftet. Bei allen Zuschauern haben die Sender der neuen Familie einen Marktanteil von 24,5 Prozent.
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