Seemannsgarn für Marketer
 

Seemannsgarn für Marketer

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So ungewöhnlich der Titel des Buches ist, so ungewöhnlich ist auch der Inhalt von "Gonzo-Marketing". Das von Christopher Locke, einem der Autoren des berühmten Cluetrain Manifests, verfasste Werk hat mit der üblichen ManagementLiteratur nur wenig gemein: ...

So ungewöhnlich der Titel des Buches ist, so ungewöhnlich ist auch der Inhalt von "Gonzo-Marketing". Das von Christopher Locke, einem der Autoren des berühmten Cluetrain Manifests, verfasste Werk hat mit der üblichen ManagementLiteratur nur wenig gemein: Allein die ersten paar Seiten von "Gonzo-Marketing" werden den einen oder anderen dazu bewegen, das Buch mit dem Untertitel "Nur die Verrückten überleben" gleich wieder wegzulegen. Was Locke unter Gonzo-Marketing versteht, ist schnell erklärt: "Gonzo-Marketing ist überhaupt kein Marketing, jedenfalls keines, das selbstvergessen die vier Ps – Produkt, Platzierung, Preis, Promotion – hochhält. Seit es das Internet gibt, ist der Ort bedeutungslos, der richtige Preis oft null, und die Werberegel Nummer eins heißt: niemals über das Produkt sprechen. Stattdessen sollte Marketing Menschen zum Zuhören verführen, so wie eine gute Story die Leser dazu bewegt, ihren Unglauben fahren zu lassen." Gonzo-Marketing – so Locke weiter – sei "ein bohrendes und stacheliges Konzept, angefüllt mit Seemannsgarn und Fabeln, Mythen und Sagen, offensichtlichen Erfindungen: Geschichten eben." Dass er Geschichten erzählen kann, hat Locke mit "Gonzo-Marketing" jedenfalls bewiesen.

Christopher Locke "Gonzo-Marketing", Financial Times Deutschland Prentice Hall, München 2002, 288 Seiten, 20,95 Euro, ISBN 3-8272-7057-X

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