Sechs Monate Kronehit Smart-App: Bisherige Er...
 

Sechs Monate Kronehit Smart-App: Bisherige Erfahrungen und Zukunftspläne

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Kronehit- Programmchef Rüdiger Landgraf ist in Sachen Downloads zufrieden, das Feedback der Nutzer ist gemischt. (c) Kronehit
Kronehit- Programmchef Rüdiger Landgraf ist in Sachen Downloads zufrieden, das Feedback der Nutzer ist gemischt. (c) Kronehit

Die Nutzer der App wünschen sich mehr Skip-Möglichkeiten und weniger Werbung. Internationale Radiosender klopfen bei Kronehit um eine Lizenz an.

Dieser Artikel ist zuerst in Ausgabe Nr. 50 des HORIZONT erschienen. Noch kein Abo? Hier klicken!

Seit sechs Monaten ist Kronehit Smart in den App Stores als Android- und iOS-Version verfügbar. Bis zum Ende des Sommers strebte der Sender 100.000 Downloads an – mittlerweile stehe man bei 130.000 Downloads. Zufrieden zeigt sich Kronehit-Programmchef Rüdiger Landgraf mit den Downloads, das Feedback der Nutzer fällt unterschiedlich aus – er räumt etwa ein, dass es im Hinblick auf Skip-Limit, Klangqualität und Datenauswertung noch Optimierungsbedarf gebe. Derweil bekunden internationale Player ihr Interesse.

Durchschnittlich habe die App eine Bewertung von 4,9 von 5 Sternen. „Viel höhere Werte kann man eigentlich gar nicht haben“, so Landgraf. Kritik würden Nutzer am Skip-Limit und an der Werbung üben – konkret würden sich diese mehr Skip-Möglichkeiten und weniger Werbung wünschen. „Dass es ein Skip-Limit gibt und man sich hier nicht völlig frei bewegen kann, liegt an den Musikrechten“, erklärt Landgraf. Gespräche in diesem Zusammenhang werden mit Plattenfirmen und der LSG (gemeinsame Verwertungsgesellschaft der Interpreten und der Produzenten von Tonträgern und Musikvideos) geführt. „Ich glaube, dass wir mittelfristig in der Lage sein werden, die Skip- Möglichkeiten auszuweiten.“

Der Wunsch nach weniger Werbung wird wohl nur ein Wunsch bleiben, immerhin finanziert sich die App ausschließlich darüber. Neben Audio Ads sind auch Video Ads Teil der App. Zweitere werden dann ausgespielt, wenn Nutzer einzelne Titel überspringen. Zu den Werbekunden, die Kronehit in den letzten sechs Monaten für die App gewinnen konnten, zählen unter anderem Hartlauer, Billa, Interspar und Media Markt/Saturn. Wer die App regelmäßig nutzt, dem fällt ein oftmals wiederkehrender Kundenstamm auf. Schwierigkeiten, Werbekunden zu gewinnen, habe man nicht, heißt es auf Nachfrage. Der TKP für Audio Ads beträgt neun Euro, jener für Video Ads 28 Euro. Eine werbefreie, aber kostenpflichtige App sei momentan nicht angedacht.

Ab dem Zeitpunkt der Interaktion ist übrigens eine Registrierung notwendig, um die Informationen zuordnen zu können. Dadurch hat die App auch die Möglichkeit, Daten über den Nutzer zu sammeln. Im Moment würden Daten aber noch nicht dafür verwendet, um dem Nutzer personalisierte Werbung auszuspielen. Allerdings sei man „bereits mit Mediaagenturen zum Thema Datenaustausch in Gesprächen“. Hier wolle man auch die ePrivacy-Richtlinie abwarten – man müsse immer „nicht nur schauen, was man machen kann, sondern auch, was gesetzlich machbar ist“.

Verhandlungen mit Radiosendern

Weltweit ist Kronehit Smart nach eigenen Angaben die erste App für personalisiertes Radio. Das internationale Interesse sei groß, einige Radiosender hätten daher schon um eine Lizenz angeklopft: „Es gibt Radiosender, die sich überlegen, bei uns Lizenz zu nehmen. Ich kann aber noch nicht sagen, welche das sind, weil die Verhandlungen noch nicht zu Ende gegangen sind“, sagt Landgraf.

Im Jahr 2018 werde man verstärkt an der statistischen Auswertung arbeiten, um das Profilieren des Musikgeschmacks weiter voranzutreiben und die Akzeptanz von Songs besser bestimmen zu können. Außerdem ist geplant, das Channel-Angebot zu erhöhen. „Es gibt ein paar Ideen, gerade wenn es um tagesspezifische und saisonale Themen geht – hier können und wollen wir noch ein bisschen mehr machen“, so Landgraf. Weitere Optimierungen stehen im Hinblick auf die Klangqualität und die Contentübertragung vom Hauptchannel auf andere Channels auf der Agenda.

Seit Anfang Dezember ist auch ein Update in den App Stores verfügbar. Den Nutzern stehen nun weitere Channels zur Verfügung. Zudem können Titel seither übersprungen werden, indem man auf der Fernbedienung nach vorne springt – egal ob am Kopfhörerkabel oder am Autolenkrad bei Bluetooth Connection.

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