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sda: Redaktion fordert Verhandlungen über Stellenabbau

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Die sda hatte am 8. Jänner angekündigt, eine umfassende Reorganisation vornehmen zu müssen.
Die sda hatte am 8. Jänner angekündigt, eine umfassende Reorganisation vornehmen zu müssen.

Nach einem Warnstreik wird mit weiteren Kampfmaßnahmen gedroht, sollten bestimmte Forderungen nicht erfüllt werden.

Die Redaktion der Schweizerischen Depeschenagentur (sda) ist am Dienstagnachmittag in einen dreistündigen Warnstreik getreten, da die Geschäftsleitung nicht auf Verhandlungen über den angekündigten Stellenabbau eingegangen sei. Nach diesem Warnstreik droht die Redaktion mit weiteren Kampfmaßnahmen.

Der Zeitraum des Warnstreikts wurde von den Redaktionsmitgliederung für eine Versammlung genützt, an deren Ende eine Resolution verabschiedet wurde. Darin werden Geschäftsleitung und Verwaltungsrat zum wiederholten Mal zu Verhandlungen über den angekündigten Stellenabbau von 36 der 150 Vollzeitstellen in der Redaktion aufgefordert. Das verlautbarten die Mediengewerkschaft Syndicom und der Journalistenverband impressum in einem Communiqué.

Vorschläge werden geprüft

Gefordert wird, dass das Ausmaß und der Zeitpunkt der Kündigungen Teil der Verhandlungen werden müssen. Bisher hatte sich die Geschäftsleitung nur beim Sozialplan in einigen Punkten verhandlungsbereit gezeigt. Auch eine Strategie, wie die Geschäftsleitung mit dem angekündigten Stellenabbau die Qualität und den Umfang der sda-Dienstleistungen erhalten wolle, würde ausständig sein.

Zum weiteren Vorgehen kündigte CEO Markus Schwab an, dass die Vorschläge der Redaktionskommission geprüft werden. Er könne sich vorstellen, dass beim Sozialplan noch weitere Einigungen gefunden werden könnten. Am Umfang des Sozialplans von zwei Millionen Franken dürfte sich allerdings nichts ändern.

Einbruch des Umsatzes

Die sda hatte vor zwei Wochen angekündigt, eine umfassende Reorganisation vornehmen zu müssen (HORIZONT berichtete). Grund dafür ist, dass wegen des Preisdrucks mit einem Einbruch des Umsatzes von 9,6 Prozent auf 29,5 Millionen Franken gerechnet werde, teilte die Geschäftsleitung damals mit. Syndicom und impressum teilten dieser Tage wiederum mit, dass Recherchen gezeigt hätten, dass die sda Gewinnreserven von 19 Millionen Franken habe.

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