Schweizer Zeitungshäuser in Aufruhr
 

Schweizer Zeitungshäuser in Aufruhr

Die Redaktionen des „Tages-Anzeiger“ und der „Berner Zeitung“ äußern ihren Ärger über die geplanten Sparmassnahmen.

In der Schweiz geht es rund: In Zürich geht die Redaktion des „Tages-Anzeiger“ (TA) wegen den Massenentlassungen auf die Straße und in Bern äußert die Redaktion der „Berner Zeitung“ (BZ) ihren Unmut über bevorstehende Veränderungen im internen Blog. Die Redaktion will sich damit gegen die geplanten Sparmaßnahmen inklusive massivem Stellenabbau wehren: betroffen sind 80 Festangestellte und freie Mitarbeiter. Ohne Abbau würde der TA Ende des Jahres tiefrote Zahlen schreiben. Aus diesem Grund fordert die Redaktion der TA die Unternehmensleistung und den Verwaltungsrat der Tamedia auf für eine angemessene Übergangsfrist von mindestens zwei Jahren bei TA rote Zahlen in Kauf zu nehmen, den Stellenabbau zu verringern und gestaffelt vorzunehmen.  







Leiser Protest findet bei der BZ statt. Die Situation ist ebenfalls aufgrund von drohenden Entlassungen angespannt. In einem Eintrag im internen BZ-Blog wird im Namen der „besorgten BZ-Redaktionsmitglieder“ ein „Leiser Prozest“ geäußert. Aus dem Blog-Eintrag geht weiters hervor, dass Stellen in der Sport- und der Online-Redaktion gestrichen werden und dass aus dem Mantelteam Leute für eine neu aufzubauende Community Plattform abgezweigt werden sollen. Weil die Belegschaft der BZ nicht genügend informiert worden sei, herrsche Verunsicherung, Unverständnis und auch Ärger darüber, dass die BZ trotz überdurchschnittlichem Gewinn in ihrem Wirkungsfeld möglicherweise gestutzt werden soll.







(Quelle: persoenlich.com)
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