Schweiz: NZZ machte auch im Corona-Jahr einen...
 
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NZZ machte auch im Corona-Jahr einen Gewinn

APA/KEYSTONE
Das 'NZZ'-Hauptgebäude in Zürich.
Das 'NZZ'-Hauptgebäude in Zürich.

Umsatzeinbußen im Print-Werbemarkt, starke Steigerungen bei Digital-Abos.

Trotz Corona-Pandemie machte die NZZ 2020 einen Gewinn. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Gesamtertrag ging demnach mit 221,1 Millionen Franken (rund 200 Millionen Euro) zwar um vier Prozent zurück. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) stieg jedoch auf 17,6 Millionen Frankren (rund 16 Millionen Euro). Vor allem die Zahl der Digital-Abos stieg rasant: Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Zahl digitaler Abonnenten um rund 83 Prozent. Insgesamt konnte der Lesermarktumsatz um fünf Prozent gesteigert werden.


Umsatzeinbrüche gab es hingegen im Print-Werbemarkt: 22 Prozent weniger Umsatz meldet das Unternehmen in diesem Bereich. Der Umsatz im digitalen Werbemarkt stieg hingegen um 17 Prozent. "Die Höhe der Erträge aus dem digitalen Werbemarkt nähert sich zunehmend den Umsätzen aus dem klassischen Inseratemarkt an", so das Unternehmen in einer Mitteilung. Starke Rückgänge gab es auch im Veranstaltungs-Segment der NZZ.


"Dieses Resultat war nur dank dem ausserordentlichen Einsatz unserer Mitarbeitenden möglich. Mit einem eindrücklichen Engagement und hoher Flexibilität stellten sie sicher, dass wir unsere Leistungen auch unter schwierigsten Bedingungen in der gewohnten Qualität erbringen konnten. Allen Kolleginnen und Kollegen spreche ich an dieser Stelle einen herzlichen Dank aus", so Felix Graf, CEO der NZZ.

Keine Dividende

Trotz des guten Konzernergebnisses beantragte der Verwaltungsrat der NZZ dieses Jahr auf die Ausschüttung einer Dividende zu verzichten. Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie blieben ungewiss. Außerdem konnte die NZZ im Jahr 2020 auch von staatlichen Entlastungsmassnahmen profitieren. Diese seien teilweise mit einem Dividenden-Ausschüttungsverbot verbunden.

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