Schuld am WAP-Flop ist falsches Marketing
 

Schuld am WAP-Flop ist falsches Marketing

Frost & Sullivan: Die falsche Vorstellung von WAP, nämlich dass man damit per Handy im Internet surfen kann, habe das mobile Internet erst einmal floppen lassen

Bis 2006 sollen 65 Prozent Prozent der europäischen Mobilfunkteilnehmer das mobile Internet nutzen. Derzeit beträgt der Anteil 10 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Unternehmensberaters Frost & Sullivan hervor. Den Markt beflügeln wird demnach das japanische Angebot i-Mode, das E-Plus nächstes Jahr in Deutschland einführt.

Bisher sei das mobile Internet nur schlecht vermarktet worden. Die falsche Vorstellung von WAP, nämlich dass man damit per Handy im Internet surfen kann, habe das mobile Internet erst einmal floppen lassen, so das Ergebnis der Analyse.

Problematisch sei auch, dass die europäischen Anbieter ihre mobilen Internetangebote bisher als "WAP-Dienste" vermarktet haben. Doch WAP ist kein Dienst, sondern eine Technologie. Durch die begriffliche Fusion von Technologie und Dienst sei nicht ausreichend deutlich geworden, was mobile Internetangebote eigentlich sind.
Daher müsse die Werbung ihren Schwerpunkt auf die Dienste als solche legen und dabei Bezeichnungen wie WAP und Internet vermeiden. Schließlich entscheiden Anwendungen und Dienste über die Akzeptanz und nicht die Technologie.
Die Marktforscher hoffen auf den marktbelebenden Effekt japanischer Services. NTT Docomo und die E-Plus-Mutter KPN Mobile wollen mit dem Start des japanischen i-Mode-Dienstes neue Impulse nach Europa bringen.
Laut Anbieter NTT Docomo sind in Japan derzeit mehr als 40.000 spezielle Internetseiten über i-mode abrufbar. Die Mobilfunkteilnehmer können unter anderem E-Mail, Online-Banking, Ticketreservierung und standortbezogene Dienste nutzen.

(er)

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