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Schramböck verweist auf Erfolg von Filmstandort-Förderung

ÖVP/Jakob Glaser
Vor allem in TV-Großproduktionen sieht Schramböck "großes Potential" für den heimischen Filmstandort.
Vor allem in TV-Großproduktionen sieht Schramböck "großes Potential" für den heimischen Filmstandort.

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) zieht zufrieden Bilanz über die Effizienz der Filmstandort-Austria-Förderung (FISA) in ihrem Ressort: Jeder Euro Förderung führe "mittlerweile zu 5,65 Euro an zusätzlichem Umsatz für die österreichische Filmwirtschaft".

Seit der Einführung im Jahr 2010 habe sich das Fördermodell kontinuierlich zu einem wesentlichen Bestandteil der österreichischen Förderlandschaft entwickelt; das habe zuletzt eine interne Evaluierung gezeigt, so Schramböck in einer Aussendung am Wochenende: Das jährliche Gesamt-Produktionsbudget sei durch die FISA gestiegen und trage so "maßgeblich zur Auslastung und Stabilisierung der österreichischen Filmwirtschaft bei". Planungssicherheit, auch für den internationalen Markt, schaffe zudem die gesetzliche Absicherung der Fördermaßnahme im Filmstandortgesetz 2014.

Dass FISA auch zur Förderung von internationalen Produktionen übergegangen ist, sieht Schramböck als "besonders erfolgreiche" Maßnahme. Jeder ausgegebene Förder-Euro von FISA führe bei solchen Produktionen zu 8,3 Euro Gesamtausgaben in Österreich, etwa für Sicherheit, Technik, Logistik, Catering und anderem mehr. So habe etwa der Dreh des James Bond Filmes „Spectre“ im Jahr 2015 bei 800.000 Euro FISA-Förderung Gesamtausgaben von 15,8 Millionen Euro in Österreich ausgelöst. An weiteren Beispielen nannte Schramböck "Mission Impossible" und Bollywood-Produktionen.

"Großes Potential" durch TV-Großproduktionen

Der Evaluierungsbericht empfahl indes eine Optimierung der administrativen Abläufe. Man wolle weiter "am Puls der Zeit bleiben", so die Ministerin. Gerade die Filmwirtschaft befinde sich durch Streamingdienste in einem gewaltigen digitalen Umbruch, der jedoch etwa durch High-End TV Produktionen "großes Potential für den österreichischen Produktionsstandort" biete.

Für eine FISA-Förderung braucht es bei Spielfilmen Herstellungskosten von mindestens 2,3 Millionen Euro und bei Dokumentarfilmen mindestens 350.000 Euro. Die Förderung ist mit einem Jahresbudget von 7,5 Millionen Euro ausgestattet. Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme sind die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) und Location Austria, eine Abteilung der ABA – Invest in Austria betraut. FISA hat zwischen 2011 und 2017 insgesamt 137 Projekte gefördert, davon 50 Dokus und 87 Spielfilme.

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