Schnelllebiges Geschäft auf leisen Sohlen
 

Schnelllebiges Geschäft auf leisen Sohlen

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Jean- Eric Vergne (FRA) DS Techeetah, Bern, SWI, 22.06.2019
Jean- Eric Vergne (FRA) DS Techeetah, Bern, SWI, 22.06.2019

Das Panel "Aufgeladen - Sponsoring der Zukunft", beschäftigt sich während der Österreichischen Medientage am 26. September über boomende Wachstumssegmente wie die Formula E. Diskutiert werden neue Modelle der Kooperation zwischen Wirtschaft, Sport und Medien.

Es gibt keinen Benzingeruch und keinen Motorlärm: Die Formel E ist eigentlich kein Motorsport, sondern Batteriesport – und sorgt für neue Spannung. Auf jeden Fall ein schnelllebiges Geschäft, das auf leisen Sohlen daherkommt.

Die Rennserie dient der Automobilindustrie als kompetives Umfeld, um die Entwicklung von Elektroautos voranzutreiben. Die Rennen werden rund um den Globus direkt in den Stadtzentren der Metropolen ausgetragen. So wird Elektromobilität dort präsentiert, wo sie in Zukunft auch stattfindet: im urbanen Raum.

Während 2017 noch Blogger meinten „Formel E ist keine Formel-1-Alternative – und boomt nicht“, sieht die Bilanz der vierten Saison schon ganz anders aus. Die internationale Aufmerksamkeit wächst und wächst. „Formel E verbucht 300 Millionen TV-Zuschauer weltweit und nimmt es in den USA mit IndyCar auf“, heißt es auf der deutschsprachigen Portalseite zur Formel E. (Zum Vergleich: Die Formel 1 gibt an, dass alle Rennen der Saison 2017/18 hochgerechnet von 1,758 Milliarden Menschen gesehen wurden.) Hinzu kommen Hunderttausende Follower in den sozialen Netzwerken. Verteilt auf Instagram, Twitter, Facebook und Co hat die Formel E inzwischen gut 55 Prozent mehr Follower als zum Saisonstart 2019. Über die sozialen Netzwerke erreichte die Elektroserie 2019 über 318 Millionen Aufrufe oder 675 Prozent mehr als in der Saison 2017/18. Nicht zu Unrecht gilt die Formel E als Millennial-Sport. „Unser Wachstum beruht auf den jungen Leuten und digitalem Konsum. Auf diese Kanäle konzentrieren wir uns auch mit unseren Inhalten,“ bestätigte Formel-E-CEO Alejandro Agag jüngst im Interview mit der Berliner Zeitung. Genau das macht die Rennserie so attraktiv für Marken, die junge Erwachsene erreichen möchten. In der Tat: Die Liste der Sponsoren liest sich wie ein Who’s Who der Wirtschaft.

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