Schiedsgericht-Urteil über "Krone"-Verträge
 

Schiedsgericht-Urteil über "Krone"-Verträge

Flickr/Ralph Aichinger
Kolportierte nächste Kündigungsmöglichkeit der "Krone"-Verträge: Ende 2018.
Kolportierte nächste Kündigungsmöglichkeit der "Krone"-Verträge: Ende 2018.

Das Schweizer Schiedsgericht hat das Urteil gefällt, dass die Funke Mediengruppe die Rahmenvereinbarungen und Syndikatsverträge mit der Verlegerfamilie Dichand nicht so einfach kündigen kann.

Rund zehn Millionen Euro garantierte Auszahlung. Diese Summe steht der Familie Dichand jährlich zu, festgehalten ist diese Gewinnausschüttung in den Syndikatsverträgen der Funke Mediengruppe mit der Verlegerfamilie Dichand. Wird der Gewinn in der notwendigen Höhe nicht erwirtschaftet, müssen die Gesellschafter dafür aufkommen. Weiters darf Funke bei der verlegerischen Führung nicht mitreden, der deutsche Hälfteeigentümer der Krone hat auch in der Mediaprint mit den Dichands zu stimmen.

Grund genug für die Funke Mediengruppe, diese Syndikatsverträge loswerden zu wollen. Bereits seit 2014 versucht man, diese vorzeitig zu kündigen. Im Juni des Vorjahres verhandelte man über einen möglichen Vergleich. Danach wurde bekannt, dass ein Schweizer Schiedsgericht über die Verträge - und mögliche Aufhebungen - urteilen soll. Laut einem Bericht des Standard hat das Schiedsgericht nun eine Entscheidung getroffen: Die sogenannten Feststellungsbegehren der Funke-Gruppe gegen die Dichands wurden abgewiesen. Das bedeutet, dass die deutschen Hälfteeigentümer der "Krone" die Rahmenvereinbarungen und Syndikatsverträge mit den Dichands nicht so einfach kündigen können. Weiters heißt es in dem Bericht, dass die Beteiligten sich bisher nicht zum Schiedsgericht-Urteil geäußert haben und Ende 2018 der kolportierte Zeitpunkt für die nächste Kündigungsmöglichkeit der "Krone"-Verträge ist.

Nach wie vor ungeklärt ist zudem offensichtlich das Erbe des im Juni 2010 verstorbenen Hans Dichand. Laut Firmen-Compass ist er nach wie vor Anteilshalter in der Höhe von 50 Prozent an der Krone Verlag Gesmbh. Witwe Helga und drei Kinder, unter anderen Krone-Chef Christoph Dichand, stehen in der Erbfolge.
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