Schäden durch Raubkopien steigen in Österreic...
 

Schäden durch Raubkopien steigen in Österreich wieder an

Der Schaden durch Verwendung von illegaler Software betrug im Jahr 2000 knapp 1,1 Milliarden Schilling. Das ist gegenüber dem Jahr 1999 ein Plus von acht Prozent.

Das erste Mal seit Beginn der Erhebung von illegaler Software durch das Marktforschungsinstitut IPR (International Planning und Research Corporation) im Jahr 1994 ist die Raubkopierrate wieder angestiegen und beträgt 37 Prozent. Der Studie zufolge machen die Verluste für das Jahr 2000 11,8 Milliarden Dollar (etwa 183 Milliarden Schilling) aus. Diese Studie wird im Auftrag des Industrieverbandes Business Software Alliance (BSA) jährlich weltweit erstellt.

Etwas mehr als ein Drittel der benutzten Software – nämlich 37 Prozent sind in Österreich nicht legal erworben. Mit diesem Wert rangiert das Alpenland unter den Top-Ten der Verlustliste für Westeuropa. Etwa 1,096 Milliarden Schilling verloren die Softwarehersteller durch die illegale Verwendung von Software allein in Österreich. "Die positive Entwicklung in Österreich hat sich im letzten Jahr leider nicht fortgesetzt", kommentiert Georg Herrnleben, Regional Manager der BSA für Zentraleuropa die achtprozentige Steigererung gegenüber 1999. In diesem Jahr betrug der Verlust nämlich noch 1,014 Milliarden Schilling.

In der BSA Softwarepiraterie-Studie werden zwei Datenbestände miteinander verglichen, um auf die Rate der illegal benutzten Software zu kommen: Der Erstbedarf an Standardsoftware (PC-Käufe) wird den tatsächlichen Softwarelizenzierungen gegenübergestellt. Die Differenz zwischen installierter Software und legal erworbener Software ergibt dann den Anteil der Raubkopien.
(rs)

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