Schaden durch Raubkopien stieg auf 1,1 Millia...
 

Schaden durch Raubkopien stieg auf 1,1 Milliarden Schilling

Die Business Software Alliance ließ 4.000 Stück illegale Software und Computermäuse in der Fernwärme Wien verbrennen.

Mehr als jede dritte Softwarekopie, die in den heimischen Unternehmen eingesetzt wird, ist illegal - seine eine Studie des Marktforschers IPR. Im vergangenen Jahr stieg die Raubkopierrate in Österreich um acht Prozent und beträgt nun 37 Prozent der eingesetzten Software. Laut Business Software Alliance (BSA) bedeutet dies ein Schaden von 1,1 Milliarden Schilling. "Der finanzielle Verlust, der den Unternehmen durch die Fälschungen entsteht, sowie der finanzielle Einsatz zur Bekämpfung der Softwarepiraten führt zwangsläufig zu Einsparungen, wodurch Arbeitsplätze verloren gehen. Ganz zu schweigen von entgangenen Steuereinnahmen für den Staat", betonte BSA-Regional-Manager für Zentraleuropa, Georg Herrnleben, gestern bei einer Presseveranstaltung. Im Zuge dieses Events verfeuerte die BSA auch 4000 Stück illegale Software (hauptsächlich Microsoft Windows 98-CDs) und gefälschte Computermäuse in der Fernwärme Wien.

Die BSA startet auch eine Aktion "30 Tage Schonfrist" bei der Wiener Unternehmen ab 15. Oktober 30 Tage lang Gelegenheit haben, ihre Softwareprogramme zu überprüfen und fehlende Softwarelizenzen nach zu kaufen. Wer sich in diesem Zeitraum bei der BSA registrieren lässt, kann in den darauf folgenden 30 Tagen in Ruhe seine Software prüfen und gegebenenfalls nach lizenzieren. Innerhalb dieser Schonfrist garantiert die BSA keinerlei rechtliche Schritte gegen registrierte Unternehmen in Wien einzuleiten. Diese Aktion ist laut BSA bereits im Mai in Oberösterreich mit Erfolg durchgeführt worden.

(rs)

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