Sat.1: Raus aus dem Tief
 

Sat.1: Raus aus dem Tief

Geschäftsführer Martin Hoffmann will noch heuer eine schwarze Null erreichen.

Nach zwei verlustreichen Jahren will der Fernsehsender Sat.1 heuer aus den roten Zahlen kommen. "Wir streben 2003 eine schwarze Null an und dabei sind wir auf einem guten Weg", erklärte Geschäftsführer Martin Hoffmann gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Belastet wurden die Ergebnisse des Senders, der als Sorgenkind im ProSiebenSat.1-Konzern gilt, unter anderem durch die Bundesliga-Sendung "ran", die es in der neuen Saison nicht mehr gibt. 2002 hatte sich der Vorsteuerverlust von Sat.1 um 27 Prozent auf 98 Millionen Euro erhöht.

Hoffmann will Sat.1 mit weiteren Kostensenkungen fit machen: "Wir senken 2003 unsere Programmkosten gegenüber dem Vorjahr um 150 Millionen auf 580 Millionen Euro." Für die Shows und Serien seien mit den Produzenten niedrigere Preise ausgehandelt worden.

Bessere Zahlen könnten den Verkaufsprozess von ProSiebenSat.1 erleichtern. Eine Übernahme der KirchMedia durch den US- Milliardär Haim Saban ist kürzlich gescheitert. Es wird aber weiter verhandelt. Saban soll den Preis mit Verweis auf die schwierige wirtschaftliche Lage bei der Sendergruppe noch einmal drücken wollen.

(juju)

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