Salzburger Cityradio vor dem Aus
 

Salzburger Cityradio vor dem Aus

Das Salzburger Cityradio steht vor dem Aus: Die Mitarbeiter sind bereits gekündigt, zur Zeit läuft ein Musik-Notprogramm.

Wie Der Standard (siehe auch etat.at in seiner Pritnausgabe vom 10. April meldet, steht das Salzburger Cityradio vor dem Aus. Die angestellten Mitarbeiter sollen bereits gekündigt sein. Letztes Indiz der Noch-Existenz ist ein Musik-Notprogramm. Der Vorstand des Energiekonzerns Salzburg AG bestätigte die gerüchte rund um das Cityradioam Rande einer Bilanzpräsentation. Der Salzburger Energieriese ist über den Umweg seiner Mehrheitsbeteiligung an der Objekt-Werbung Eigentümer des Privatsenders. Laut Finanzvorstand August Hirschbichler machte das Radio, welches seit Jänner 2002 im Großraum Salzburg-Stadt zu hören ist, seit Sendestart "über eine Million Euro" Verlust.



Was eine eventulle Insolvenz des Senders kompliziert: Das Cityradio teilt sich die Frequenz 107.5 im Rahmen eines Frequenzsharing mit der nicht kommerzielle Radiofabrik. Welche Auswirkungen die Einstellung des Cityradios auf das Stadtradio Radiofabrik hätte, kann man bei dem freien Sender derzeit nicht beurteilen. Radiofabrik-Geschäftsführer Wolfgang Hirner erlärt gegenüber dem Standard, dass eine Einstellung des Betriebes nur mit Zustimmung der Radiofabrik möglich wäre, da diese 50 Prozent der Sendeanlagen GesmbH besitze. Die andere Hälfte gehört der Objekt-Werbung. Grundsätzlich – so sit im Standard zu lesen – kann sich Hirner vorstellen, ein 24-Stunden-Radioprogramm zu senden. Derzeit sendet man nur eine Stunde zu Mittag, in der Nacht und am Wochenende. Gespräche mit der Salzburg-AG würden geführt.

(max)

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