Rückschlag im August
 

Rückschlag im August

Focus Media Research: Mit einem nominellen Minus von 3,6 Prozent im August schrumpfen die Werbespendings weiter.

Nach einem wirklich tollen Juli – nun wieder Katzenjammer im August: Nach der positiven Bilanz des Juli mit nominell Plus 5,5 Prozent schreibt der August wieder ein Minus von 3,6 Prozent – somit sind seit Dezember 2008 mit Ausnahme des Juli 2009 alle Monate im Minus, der Werbedruck in Österreich ist weiter auf Schrumpfkurs.



Mit nominell Minus 3,6 Prozent ist der August 2009 noch dazu nach dem Mai (-5,0 Prozent) und dem Februar (Minus 3,8 Prozent) der drittschwächste Monate des Jahres 2009. Umgelegt auf das kumulierte Gesamtjahr heißt das: Nominell schrumpfen in den ersten acht Monaten 2009 die Bruttowerbeausgeben um -2,4 Prozent für Klassik plus Bellow-the-line, die Klassik muss nominell ein Minus von 3,6 Prozent hinnehmen.



Positiv in der kumulierten Betrachtung bilanzieren die Werbeträger Online (nominell +30,2 Prozent), TV-Private (+9,8 Prozent), Gelbe Seiten (+4,0 Prozent), Radio-Privat (+2,7 Prozent), Außenwerbung (+1,7 Prozent), sowie Direct Marketing (nominell +12,0 Prozent bei Zeitungsbeilagen, +3,8 Prozent für den klassischen Prospekt) – der Rest ist leider Minus.



Die von Focus Media Research auf Basis von 301 „Geschäftsführern, Marketing-/Werbeleitern aus der werbereibenden Wirtschaft sowie Agenturen“ erfragte Einschätzung der Werbeentwicklung verheißt leider nichts Gutes: Für den Zeitraum Oktober 2009 bis März 2010 prognostizieren die Manager ein Minus von 3,0 Prozent (das ist immerhin weniger als die -8,2 Prozent im Juni, -6,9 Prozent im Februar und -5,2 Prozent aus dem November 2008).



„Es hat nur der Grad der Abschwächung abgenommen, die Talfahrt ist noch nicht zu Ende“, resümieren die Focus-Geschäftsführer Klaus Fessel und Josef Leitner. Daten unter www.focusmr.com
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