Rudolf Mathias verläßt U-Bahn-Express
 

Rudolf Mathias verläßt U-Bahn-Express

Völlig überraschend hat der Chefredakteur des neuen U-Express nach drei Wochen das Handtuch geworfen.

Der Wiener U-Bahn-Express, der erst vor drei Wochen das Licht der Welt erblickte, ist seinen Chefredakteur los. Völlig überraschend hat Rudolf Mathias seinen Vertrag mit 1. Mai gekündigt. Wie es heißt, im besten Einvernehmen mit Krone-Herausgeber Hans Dichand. Mathias zu Horizont: "Ich habe das Kind auf die Welt gebracht und die Zeitung ist gut angelaufen. Jetzt heißt es, das Ding weiter zu entwickeln." Mathias hat, wie er sagt, aus der Situation heraus beschlossen, seinen Job nicht mehr weiterzubetreiben. Wie man aus Insiderkreisen hört, soll es auch redaktionsintern zu Auseinandersetzungen gekommen sein. Interimistisch wurde Sportchef Achym Schneyder zum Chefredakteur bestellt. Die neue Blattlinie soll den Chronikteil verstärkt ausbauen und mehr Raum geben. Die sogenannte Wien-Berichterstattung soll künftig anders gelöst werden. Mathias: "Die urban-kommunalen Themen werde ich im Rahmen eines Konsulentenvertrages machen oder veranlassen. Aber das Ziel ist noch nicht klar definiert." Auch unter der neuen Führung wird der U-Bahn-Express die redaktionelle Struktur mit minimalen Aufwand beibehalten. Trotz Einstellung des Gewinnspieles und der Handverteilung ist die Zeitung weiter auf ihrem angepeilten Kurs. Mathias über seine Zukunft: "Es gibt zwei bis drei interessante Projekte, die an mich herangetragen wurden. Aber auch eine Rückkehr in die Stadtverwaltung ist nicht auszuschließen." (gk)

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