RTR-Studie: Europas Rundfunkgebühren im Vergl...
 

RTR-Studie: Europas Rundfunkgebühren im Vergleich

Österreich ist europäisches Schlußlicht bei den "Nettogebühren".

In einer breit angelegten Studie der Rundfunk- und Telekom-Regulierungs GmbH (RTR GmbH) wurden Rundfunkgebühren in ganz Europa und ihre Verwendung untersucht. Fazit: Während jener Anteil der unter dem Titel "Rundfunkgebühren" eingehobenen Gelder, der auch tatsächlich für Rundfunkveranstaltung aufgewendet wird, im europäischen Durchschnitt bei rund 90 Prozent liegt, sieht der ORF von den Rundfunkgebühren der Österreicher gerade einmal 66 Prozent. Der Rest fließt dem Staatshaushalt, also dem Finanzminister, und den Bundesländern in Form von Kulturföderung zu.

Als Vorschlag und "Empfehlung" (RTR-Geschäftsführer Alfred Grinschgl) regt die RTR an, jene 45 Millionen Euro aus den "Rundfunkgebühren", die dem Staatshaushalt zufließen, künftig ausschließlich für Zwecke des Rundfunks aufzuwenden.
Aus diesem Topf soll - wie bereits von Medien-Staatssekretär Franz Morak angedacht - ein "Digitalisierungsfonds" eingerichtet werden. Zusätzlich sollen "innovative und speziell für Digital-TV beziehungsweise interaktive Anwendungen erforderliche Programmentwicklung aller Rundfunkveranstalter, insbesondere des ORF gefördert werden", heißt es in der Empfehlung der RTR.

Darüber hinaus soll, so Grinschgl, ein Teil dieser 45 Millionen Euro der RTR GmbH direkt zufließen, damit diese den ihr per Gesetz zugewiesenen Aufgaben, noch besser nachkommen kann.
Die komplette Studie ist auf der Website der RTR GmbH zum Download bereit.

(sl)

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