RTR: 147 Millionen Euro für TV-Produktionen
 

RTR: 147 Millionen Euro für TV-Produktionen

Christof Wagner/RTR
Der scheidende RTR-Geschäftsführer Alfred Grinschgl zog am Donnerstag bei einem Pressegespräch Bilanz.
Der scheidende RTR-Geschäftsführer Alfred Grinschgl zog am Donnerstag bei einem Pressegespräch Bilanz.

Der scheidende RTR-Geschäftsführer Alfred Grinschgl wünscht sich von der künftigen Regierung eine Erhöhung der Förderbudgets von 13,5 auf 15 Millionen Euro.

Der Fernsehfonds Austria hat seit seiner Gründung im Jahr 2004 insgesamt 599 TV-Produktionen gefördert und dafür 147 Millionen Euro ausgegeben, mit denen eine Wertschöpfung von 493 Millionen Euro in Österreich erwirtschaftet wurde. Diese Bilanz zog Alfred Grinschgl, der scheidende RTR-Geschäftsführer, am Donnerstag bei einem Pressegespräch. Die geförderten Projekte teilen sich in 215 Fernsehfilme, 24 Serien und 360 Dokumentationen. 94 Millionen gingen dabei an Filme, 30 Millionen Euro an Serien und 23 Millionen an Dokus.

Von der künftigen Regierung wünscht sich Grinschgl eine Erhöhung des Förderbudgets und die Möglichkeit, auch nichtlineare Produktionen zu fördern. Der Fernsehfonds ist mit 13,5 Millionen Euro pro Jahr dotiert, 15 Millionen Euro würde er sich wünschen.

Förderanträge für 29 Projekte

Für heuer läuft gerade die zweite Antragsrunde. Im Rahmen dieser gingen Förderanträge für 29 Projekte ein. Die eingereichten Projekte umfassen fünf Fernsehfilme, drei Serien und 21 Dokumentationen. Die insgesamt beantragte Fördersumme beträgt 6,5 Millionen Euro. Von der jährlich mit 13,5 Millionen Euro dotierten Förderung stehen heuer jedoch nur noch rund 4,2 Milllonen Euro zur Verfügung. Die Entscheidung darüber, welche Projekte Förderungen erhalten, fällt Ende Juni. Dass es einen dritten Antragstermin im heurigen Jahr geben wird, ist unwahrscheinlich.

In einigen Bereichen schlägt der Fernsehfonds Austria auch Änderungen vor. So ist ein Ziel etwa die Ausweitung der Förderung auf Produktionen für den nichtlinearen Bereich. Auch ein Ausbau der Frauenförderung steht auf dem Programm. Als nächste Etappe arbeitet der Fernsehfonds derzeit an der Umsetzung eines Gender Budgetings, also die Darstellung der Gehälter für männliche und weibliche Mitarbeiter.
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