RTL Group tief in den roten Zahlen
 

RTL Group tief in den roten Zahlen

Die RTL Group weist für das Jahr 2001 ein Minus von 2,499 Milliarden Euro aus.

Vor allem Wertberichtigungen macht die RTL Group für jene 2,499 Milliarden Euro Verlust verantwortlich, die Europas größter TV- und Radiokonzern für das Geschäftsjahr 2001 ausweist. Mit 23 TV- und 14 Radiosendern sowie Produktionsstätten in drei Dutzend Ländern weltweit hat die RTL Group im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt 4,054 Milliarden Euro umgesetzt, das sind zehn Millionen Euro mehr als im Vorjahr.



Während die TV-Sender der RTL Group in Deutschland, Frankreich und Großbritannien gegenüber den Mitbewerbern zulegen konnten, lief es in anderem Segmenten nicht so gut. Vor allem das nordamerikanische Produktionsgeschäfts von FremantleMedia musste restrukturiert werden, Verlustbringer wie die fünfprozentige Beteiligung am Pay-TV-Sender Premiere World, der polnische TV-Sender RTL 7 sowie britische und schwedische Radiosender wurden verkauft.



Im deutlich gesunkenen Ertrag der RTL Group für 2001 würden sich auch die Schwäche der europäischen Werbemärkte widerspiegeln, teilt das Unternehmen mit. Insgesamt erwirtschaftete die RTL Group im Vorjahr ein bereinigtes Vorsteuerergebnis (EBITA) von 361 Millionen Euro, 35 Prozent weniger als im Rekordjahr 2000. Einschließlich dieser Sondereffekte sank das Ergebnis (EBITA) auf 276 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss ohne Firmenwertabschreibungen betrug 63 Millionen Euro und damit sechs Prozent weniger als im Vorjahr.



TV blieb für die RTL Group die mit Abstand wichtigste Konzernsparte. In diesem Segment hat die RTL Group im abgelaufenen Geschäftsjahr 2,866 Milliarden Euro umgesetzt, vier Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Der Ertrag (EBITA) der TV-Sparte sank von 408 Millionen Euro auf 297 Millionen Euro.

(as)

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