Richtungswechsel bei der ARD
 

Richtungswechsel bei der ARD

"Jeder macht alles" ist nicht mehr zeitgemäß.

Bei der ARD zeichnet sich eine kleine Revolution ab. Auf der heutigen Sitzung haben sich die Intendanten der neun Sendeanstalten darauf verständigt, künftig enger zu kooperiereren. "Dass alles jeder macht, wurde als nicht mehr zeitgemäß und nicht finanzierbar bewertet", teilt die ARD mit.

Bislang haben die Intendanten auf ihrer Eigenständigkeit beharrt und ihre Pfründe beherzt verteidigt. Angesichts der rückläufigen Gebühreneinnahmen - die ARD rechnet mit mindestens rund 200 Millionen Euro weniger Gebühreneinnahmen in der bis 2012 laufenden Periode - und des steigenden Drucks aus der Politik, die Ausgaben zu senken, leiten die Intendanten die Kehrtwende ein. Jede Landesrundfunkanstalt soll ihre spezifischen Kompetenzen so in die Gemeinschaft einbrigen, dass alle davon profitieren, betonte der ARD-Vorsitzende und SWR-Intendant Peter Boudgoust.  "Kooperationen sind keine Einbahnstraße . Sie bedeuten nicht Verlust von Eigenständigkeit, sondern geben uns die Chance, das Beste aus der Vielfalt unserer Angebote herauszuholen und unser Profil zu stärken."

Konkret festgelegt haben sich die Intendanten auf Kooperationen bei Sportgroßveranstaltungen. Hier sollen spezialisierte so genannte ARD-Kopfteams Kontinuität sicherstellen und den Aufwand reduzieren. Auch beim Einkauf und der Vergabe sind Kooperationen vorgesehen.

(Quelle: Horizont.net)
stats