Rich Prosecco muss Strafe zahlen
 

Rich Prosecco muss Strafe zahlen

Jeitler und Partner Werbeagenten belangen den Erfinder des Dosen-Schaumweins Günther Aloys wegen mutmaßlichem Design-Diebstahl.

Ein Jahr ist im Rechtsstreit um das Dosen-Design der Marke Rich Prosecco bereits vergangen, jetzt liegt dem Kläger, Jeitler und Partner Werbeagenten, ein vollstreckbarer Gerichtsbescheid vor: Laut Angaben der Badener Agentur muss sich der Rich-Prosecco-Gründer Günther Aloys nun wegen mutmaßlichen Design-Abkupferungen verantworten und an Jeitler & Partner eine fünfstellige Summe zur Abgeltung ihrer Leistungen, samt Zinsen und Nutzungsrechten, berappen.

Im Jahr 2005 hatte der Tiroler Hotelier Aloys die Werbeagenten mit der Entwicklung des Produkt- und Markendesigns für den Prosecco in der Dose beauftragt. Diesem Auftrag sei die Agentur auch nachgekommen, "aber mit Verweis auf noch ausstehende Entscheidungen bis auf Weiteres vertröstet worden", sagt Agenturchef Dkfm. Georg Jeitler. Die Dose war inzwischen mit den Design-Vorschlägen der Agentur, nämlich der goldenen Lackierung und dem Rich-Markenschriftzug, im Markt eingeführt worden. Auf eine Abgeltung habe er bis heute vergeblich gewartet.
"Ich kann nicht dazu Stellung nehmen, wenn mich niemand informiert", beschwert sich hingegen Aloys. Es sei nicht das erste Mal, dass er in dieser Angelegenheit aus den Medien erfahren müsse.
(gud)

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