Reporter ohne Grenzen zieht Bilanz über 2007
 

Reporter ohne Grenzen zieht Bilanz über 2007

Die Menschenrechtsorganisation verlangt von der UNO mehr Einsatz zur Wahrung von Presse- und Meinungsfreiheit.

Der aktuelle Bericht der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (R.O.G.) zieht für das Jahr 2007 folgende Bilanz: 86 Journalisten und 20 Medienassistenten wurden getötet, 877 Journalisten verhaftet und 1511 angegriffen oder bedroht. Zusätzlich bestätigt der Bericht massive Eingriffe in die Presse- und Meinungsfreiheit. Scharfe Kritik an Menschenrechtsverletzungen übt R.O.G. vor allem an den Vereinten Nationen, denen sie vorwirft, vor Ländern wie dem Iran oder Usbekistan zu kapitulieren. „Wir verlangen hier eine restriktivere Vorgehensweise der UNO und stärkeren Einsatz für die Wahrung der Pressefreiheit in diesen Ländern“, fordert Robert Ménard, Generalsekretär der Reporter Sans Frontières. Das gleiche gelte für die Europäische Union: „Das Wegschauen vieler westlicher Staaten und großer internationaler Organisationen unterstützt die Zunahme der Gewalt gegenüber Journalisten.“, so Ménard.

Besonders unter Druck werden laut R.O.G. auch in Zukunft die Medien in Pakistan, Russland, Iran und Zimbabwe stehen. Als beunruhigend sieht die Organisation auch die Situation jener Journalisten, die etwa in Sri Lanka, in den Palästinensergebieten oder in Somalia, im Niger, im Tschad und in Irak über die laufenden Konflikte berichten. Österreich liegt, laut der Organisation, im Bereich der Anzahl an verurteilten Verletzungen von Meinungsfreiheit, aktuell statistisch vor Russland und am zweiten Platz nach der Türkei.

(so)

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