Renner-Publistikpreis für Lebenswerk an Langb...
 

Renner-Publistikpreis für Lebenswerk an Langbein

APA/Langbein/privat
Renner-Preis
Renner-Preis

Der "Dr. Karl Renner – Publizistikpreis 2018" des ÖJC für sein Lebenswerk geht heuer an Kurt Langbein, gab der ÖJC am Montag bekannt - ebenso wie die Nominierungen in den aktuellen Kategorien, und den Empfänger des diesjährigen Solidaritätspreises.

Langbein habe als "Journalist, Filmemacher, und TV-Produzent Meilensteine für den österreichischen Journalismus gesetzt", begründete die Jury den Preis für dessen Lebenswerk. Der 1953 in Budapest geborene studierte Soziologe Langbein begann seine journalistische Laufbahn 1979 bei Claus Gatterers TV-Magazin „teleobjektiv“. 1989 verließ er den ORF und war bis 1992 Ressortleiter Inland beim „profil", seither war der bereits mehrfach ausgezeichnete Langbein als selbständiger Produzent und Regisseur zahlreicher Dokumentarfilme und Autor zahlreicher Sachbücher (z.B. „Bittere Pillen“ 1983) tätig.

Den letztes Jahr für die damals noch inhaftierten Journalisten Meşale Tolu Çorlu und Deniz Yücel ins Leben gerufenen „Dr. Karl Renner Solidaritätspreis“ bekommt heuer der in der Türkei inhaftierte österreichische Journalist und Aktivist Max Zirngast. Der 29-jährige Steirer befindet sich seit dem 11. September in türkischer Haft. Er studierte Politikwissenschaft und Philosophie an der Universität Wien. Seit 2015 lebt, studiert und arbeitet er in der türkischen Hauptstadt Ankara.

ÖJC-Präsident und Juryvorsitzender Fred Turnheim will den Preis als Solidarisierung "mit der ersten österreichischen Geisel Erdogans" verstanden wissen und forderte die sofortige Freilassung Zirngast, da "journalistische Recherchen über AKP und Kurden kein Verbrechen sind, sondern der Job von Journalisten". Die Laudatio bei der Preisverleihung am 18. Dezember 2018 im Wappensaal des Wiener Rathauses wird Meşale Tolu Çorlu halten.

ORF kann sich über zahlreiche Nominierungen freuen

Außerdem nominiert sind in der Kategorie Print und Preisträgerin Nina Kreuzinger (Falter), für TV Kim Kadlec & Max Nicholls (ORF), Simon Schennach (ORF) und Christian Zechner (ORF); in der Kategorie Online und Preisträgerin Yvonne Widler (KURIER-online); in der Kategorie Investigativer Journalismus das Rechercheteam Judith Hecht, Nicolaus Jilch, Emanuel Liedl, Hans Wu (ORF/Die Presse) sowie Alexander Fanta (Netzpolitik.org)

Die Jury unter dem Vorsitz von Turnheim setzte sich zusammen aus Susanne Ayoub (Radiojournalistin), Zoran Dobric (ORF-TV), Florian Höllerl (Chefredakteur 4NEWS), Helmut Kletzander (freier Journalist), Oswald M. Klotz (ÖJC-Vizepräsident), Rainer Rosenberg (Preisträger für sein Lebenswerk 2017) und Nora Zoglauer (ORF).

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