Rekordjahr für Papierindustrie
 
APA / P.Hautzinger
Austropapier-Präsident Christian Skilich (2.v.r.) präsentierte gemeinsam mit Austropapier-Vizepräsident Ernst Spitzbart, Geschäftsführerin Gabriele Herzog und Umweltsprecher Kurt Maier die Zahlen der Papierindustrie 2018. (v.l.n.r.)
Austropapier-Präsident Christian Skilich (2.v.r.) präsentierte gemeinsam mit Austropapier-Vizepräsident Ernst Spitzbart, Geschäftsführerin Gabriele Herzog und Umweltsprecher Kurt Maier die Zahlen der Papierindustrie 2018. (v.l.n.r.)

Mit mehr als fünf Millionen Tonnen Papierproduktion und rund 4,3 Milliarden Euro war 2018 das beste Jahr seit der Wirtschaftskrise. Die Branche sieht ihre Vorreiterrolle in der effizienten Nutzung des nachwachsenden Rohstoffs Holz und liefere damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Einen Zuwachs von vier Prozent in der Papierproduktion und von 8,2 Prozent im Umsatz im Vergleich zum Vorjahr bilanziert Austropapier auf seiner Jahrespressekonferenz. Das macht mehr als fünf  Millionen Tonnen Papier und eine Rekordsumme von 4,3 Milliarden Euro. Das sind die besten Ergebnisse, die die Industrie seit der Wirtschaftskrise verzeichnen konnte. "Wir freuen uns über ein sehr gutes Jahr 2018 mit Umsatzrekord und bestem Mengenergebnis seit 2008 und gehen unseren Weg als Vorreiterbranche der Bioökonomie konsequent weiter“, sagt Christian Skilich, Präsident von Austropapier. "„Intelligentes Wirtschaften heißt nachhaltiges Wirtschaften! Unsere Industrie beweist seit vielen Jahren, dass Nachhaltigkeit Teil unserer DNA ist. Deshalb ist die Papier- und Zellstoffindustrie Teil der Lösung für anstehende globale Herausforderungen, wie zum Beispiel den Klimawandel. Wir sind auf dem richtigen Weg, aber auch wir müssen unsere Art zu wirtschaften weiter verbessern. Die Papierindustrie nimmt besonders beim Umgang mit Holz eine Vorreiterrolle ein. So haben wir zum Beispiel jetzt die Möglichkeit, mit dem neuen Erneuerbaren-Ausbaugesetz die Weichen für eine nachhaltige Klimapolitik zu stellen. Holz, das stofflich zu Produkten verarbeitet werden kann, darf in Zukunft einfach nicht mehr gefördert verbrannt werden. Veredeln des wertvollen Rohstoffes vor Verbrennen muss das Motto sein.“

Auch Altpapier wird als Rohstoff immer wichtiger: Durch den Sortenwechsel in Laakirchen steigt der Altpapiereinsatz um 13,8 Prozent und liegt jetzt bei 2,6 Millionen Tonnen, so Austropapier. Als Altpapier entsorgte Papierprodukte können zudem mehrfach recycelt werden. „Diese Nutzungskaskade schafft nicht nur Wertschöpfung und Arbeitsplätze, sondern auch eine Vielzahl an Produkten. Neben Papier und Zellstoff kommen auch biobasierte Produkte wie Kaugummizucker, Essigsäure oder Vanillegeschmack aus der Papierindustrie. Und auch Ökostrom und Fernwärme liefern die Unternehmen ins öffentliche Netz. Damit können 100.000 Haushalte komplett mit Energie versorgt werden. Die effiziente Holznutzung ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.“ meint Kurt Maier, Vizepräsident von Austropapier. 

Besonders im Bereich Verpackungspapiere konnte die Branche einen starken Zuwachs verzeichnen, nämlich ein Plus von 17,1 Prozent auf 2,3 Millionen Tonnen. Die grafischen Papiere gehen 2018 weiter um sechs Prozent auf 2,4 Millionen Tonnen zurück. Der Spezialpapier-Sektor entwickelt sich mit 1,7 Prozent leicht positiv und liegt bei 316.000 Tonnen. Die Investitionen liegen 2018 bei 220 Millionen Euro, darunter finden sich auch die neue Papiermaschine in Pöls oder der Umbau einer Papiermaschine in Gratkorn.

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