Regional wirkt - "Lokale Nahversorger"
 

Regional wirkt - "Lokale Nahversorger"

"Was die Menschen wirklich lesen wollen und was die Werber glauben" ist die entscheidende Frage beim Medienforum am ersten Tag der 16. österreichischen Medientage.

Unter der Moderation von HORIZONT und BESTSELLER-Redakteur Herwig Stindl versammelten sich Gabriele Blach (OMD Mediaagentur), Peter Drobil (UniCredit Bank Austria und ÖMG) und Josef Gruber (Tips Zeitungs GmbH und Verband der Regionalmedien) am ersten Tag der diesjährigen Medientage am Podium des Medienforums. Diskutiert wurden die Lesevorlieben der heimischen Rezipienten, im Zentrum standen dabei die oftmals unterschätzten und bei den Lesern umso beliebteren Regionamedien. Laut Gruber liegt diese Vorliebe der heimischen Medienkonsumenten vor allem darin begründet, dass Ereignisse im ländlichen Raum rarer, für den einzelnen dafür aber umso relevanter sind. "Wir sind regionale Nahversorger" so Gruber, der meint: "Umso kleiner die Medien einzeln heruntergebrochen werden, desto höher ist ihre Reichweite".





Blach, als Vertreterin der Kreativen und Werber, spricht sich ebenfalls für die regionalen Medien aus: "Kampagnen, die in Regionalmedien geschaltet werden funktionieren", so die Expertin. Das Image sei sowohl bei lokalen als auch bei Gratismedien schlechter als es sein sollte. Für Drobil ist der Faktor Aktualität bei der Kampagnenplanung einer der wichtigsten und dafür brauche man schließlich Tageszeitungen. Ob diese Zeitung hingegen käuflich zu erwerben oder gratis erhältlich ist, spiele dabei keine Rolle. Qualität sei keine Frage von Gratis- oder Kaufmedium sondern in erster Linie eine Sache der Planung. Nicht einig sind sich Drobil und Blach im Bezug der Ergebnismessung von Kampagnen. Während Blach meint, das vor allem der Verkauf von beworbenen Produkten als Parameter für den Erfolg einer Kampagne gilt, meint Drobil, dass der Aspekt von "Top oft the Mind", also das Image weitaus relevanter sei.
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