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Regierung lud TV-Sender zu Gespräch über TV-Schutzliste

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Da wichtige Sport- und Kulturveranstaltungen fast nur mehr exklusiv im Pay-TV zu sehen sind, will die Regierung dafür sorgen, dass zumindest einige der Spiele der Fußball-Bundesliga im Free-TV gezeigt werden.

Die seit Oktober 2001 gültige Fernseh-„Schutzliste“ listet „Ereignisse von erheblicher gesellschaftlicher Bedeutung“ auf, die deshalb im frei empfangbaren Fernsehen gezeigt werden müssen. Schon im September hatten Vizekanzler Heinz-Christian Strache und Medienminister Gernot Blümel angekündigt, die Liste überarbeiten zu wollen. Wie Strache beim ersten Fernsehgespräch sagte, gelte es für ihn als Sportminister nun, gemeinsam mit dem Regierungspartner für den österreichischen Sport die „beste Lösung zu suchen und zu finden“, wobei gleiches auch für den Bereich Kunst und Kultur gelte.

Der Vizekanzler betonte außerdem, dass vor allem sozial Schwächere, die sich Pay-TV-Angebote nicht leisten können, von der Teilhabe an Sportereignissen im Fernsehen ausgeschlossen seien. Doch gerade auch diesen müsste der Zugang ermöglicht werden,  denn je mehr Seher es gebe, desto besser sei das für den Sport im Allgemeinen. Ziel der Regierung sei es daher, dafür zu sorgen, dass zumindest einige der Spiele der Fußball-Bundesliga im Free-TV zu sehen sind.

Im Moment umfasst die "Schutzliste" unter anderem die Olympischen Sommer- und Winterspiele oder bestimmte Fußball-WM und -EM-Spiele sowie das österreichische Cupfinale. Blümel kündigte an, dass die Gespräche weitergehen sollen. Nach den Gesprächen mit den TV-Vertretern werde man mit den Sport- und Kulturrechte-Inhabern reden. Danach würde der Vorschlag an die EU-Kommission in Brüssel gesendet werden.  

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