Raus aus der Parallelwelt
 

Raus aus der Parallelwelt

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Hans Jörgen Manstein: „Ich fordere Sie auf, zu sagen, was Sie denken, was notwendig ist, um die Medien wieder auf die Qualitätsschiene zu führen“.(c)P.Svec
Hans Jörgen Manstein: „Ich fordere Sie auf, zu sagen, was Sie denken, was notwendig ist, um die Medien wieder auf die Qualitätsschiene zu führen“.(c)P.Svec

Verleger Hans Jörgen Manstein ging zur Eröffnung der Österreichischen Medientage mit Politik und Medien hart ins Gericht.

„Sehen wir uns um, so stoßen wir auf Gleichgültigkeit, auf die Parallelwelten von Ichlingen in jeder Form und Couleur, auf Politikerverdrossenheit und eine Führungs-Elite, die hauptsächlich damit beschäftigt ist, Skandale in jeder Art auszusitzen“, erklärt Verleger und ÖMT-Initiator Hans Jörgen Manstein zur Eröffnung der 17. Österreichischen Medientage in der Wiener Stadthalle und teilte erst mal kräftig aus:

In Richtung Regierung (Arigona, Budget-Inhalt-Bekanntmachung erst nach den beiden Regionalwahlen) und dem Kärntner Landeshauptmann, der zu einer Atmosphäre des „Anything goes“ beitragen habe sowie dazu, dass „das Volk beginnt, das Vertrauen in staatliche und zivile Institutionen rasant zu verlieren“. In einer Art Partydemokratie befinde sich Österreich, nach dem Credo „Wer am meisten hat, wenn er stirbt, hat gewonnen“, so Manstein, der als Vertreter der Medienbranche auch mit Selbstkritik nicht sparte: „Wir haben uns in eine Parallelwelt verabschiedet. Die, die uns kritisierten, waren für uns die, die keine Ahnung hatten“, betonte er und erinnerte daran, dass sich laut einer repräsentativen Umfrage 21 Prozent der Österreicher, „einen starken Führer“ wünschen, der unbeeinflusst vom Parlament handeln kann.

Manstein: "Ich fordere Sie auf, zu sagen, was Sie denken. Was notwendig ist, um die Medien wieder auf Qualitätsschiene zu führen."
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