Radiotest: Stabile Reichweiten im 1. Halbjahr
 

Radiotest: Stabile Reichweiten im 1. Halbjahr

Wenig Bewegung im Radiomarkt weist der Radiotest für das erste Halbjahr 2003 aus: Die ORF-Sender legen in der werberelevanten Zielgruppe zu, die Privaten verlieren leicht.

Ein relativ stabiles Bild attestieren die aktuellen Reichweitenmessungen den heimischen Radiostationen. Insgesamt ist der Radiokonsum der Österreicher laut aktuellem Radiotest im ersten Halbjahr 2003 leicht zurück gegangen: 83,4 Prozent der Österreicher ab zehn Jahren haben im heurigen Halbjahr zumindest einmal pro Tag Radio gehört – im ersten Halbjahr 2002 waren es noch 84,6 Prozent. Dabei mussten sowohl die ORF-Radios als auch die österreichischen Privatsender Hörer abgeben: Nach 76 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres erreichten die Radios des Öffentlich-Rechtlichen 75,3 Prozent der über-10-Jährigen. Die Privaten fielen in der gleichen Zielgruppe von 21,9 auf 21,5 Prozent Tagesreichweite (Montag bis Sonntag). Anders das Bild in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen: Diese setzte im ersten Halbjahr 2003 wieder stärker auf die ORF-Radios, die privaten Reichweiten sanken indes auf 27,8 Prozent.

Im stark umkämpften Wiener Radiomarkt reüssieren vor allem jene Stationen, die für Randzielgruppen senden: Radio Arabella 92.2, seit rund eineinhalb Jahren mit Oldies und Schlagern on Air, konnte mit 11,8 Prozent Reichweite bei den Wienern ab zehn Jahren seine Stellung als meistgehörter Privater behaupten. In der werberelevanten Zuhörerschaft der 14- bis 49-Jährigen bleibt das Jugendradio Energy 104.2 Nummer eins der Privatsender. Dennoch: Die Energy-Reichweiten fielen von 14,3 auf 10,7 Prozent. Im Markt der "Formatmitte" wird es indes enger, vor allem bei den 14- bis 49-Jährigen: 88.6 Der Supermix steigerte seine Tagesreichweite auf 8,9 Prozent, Antenne Wien legte von 3,9 auf 4,6 Prozent zu. Kronehit kommt nach 6,7 nur noch auf 4,8 Prozent Reichweite bei den 14- bis 49-Jährigen – die Wirkung des radikalen Formatwechsels vom Frühjahr ist in den aktuellen Zahlen noch nicht abzulesen. Platzhirsch bleibt Ö3: 36,9 Prozent der über-10-jährigen und 47,2 Prozent der 14- bis 49-jährigen Wiener hören zumindest einmal täglich das öffentlich-rechtliche Hitradio. Österreichweit konnte Ö3 in den ausgewiesenen Zielgruppen leicht zulegen, die "älteren" Regionalradios des ORF verloren ein paar Prozentpunkte, der Klassiksender Ö1 kommt bei Hörern ab zehn Jahren auf respektable 8,3 Prozent Tagesreichweite.

Auf hohem Niveau bespielen die Regionalsender "ihre" Regionen: Die Antenne Steiermark fiel auf 23,3 Prozent Reichweite (14-49), die Antenne Vorarlberg baute auf 18,9 Prozent aus. Das oberösterreichische Life Radio fiel indes in der werberelevanten Zielgruppe von 20,6 auf 17,1 Prozent Reichweite. Schönes Ergebnis für die lokalen Sender: Welle 1 Salzburg, Arabella Tirol und Radio Osttirol konnten ihre Reichweiten deutlich steigern.

Das Wichtigste zum Radiotest 1. Halbjahr 2003 lesen Sie in der aktuellen Printausgabe von Horizont (29/2003), die am 18. Juli erscheint. Die umfassenden Horizont Media-Fakten zum aktuellen Radiotest liegen der Horizont-Printausgabe 30-31/2003 bei, die am 25. Juli erscheint.

Hier finden Sie eine Vergleichstabelle der Tagesreichweiten (Mo-So) im 1. Halbjahr 2003/2002 im Detail als pdf-Datei zum Download.

(jed)

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