Radiotest: Großwetterlage unverändert
 

Radiotest: Großwetterlage unverändert

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2. Halbjahr 2012: ORF führt, aber erodiert, Private gewinnen dazu

Die Großwetterlage in der österreichischen Radiolandschaft ist weiterhin unverändert. Mit großem Abstand führen die ORF-Radios in der Hörergunst der Österreicher, allen voran Ö3. Dennoch verliert die öffentlich-rechtliche Flotte in kleinen Einheiten an Boden, zugunsten von Privatradios, allen voran Kronehit. Das zeigen die Daten des Radiotests aus dem zweiten Halbjahr 2012.

196 Minuten im Tagesschnitt

Im Tagesdurchschnitt von Montag bis Sonntag hörten die Österreicher 196 Minuten Radio, das ist etwas weniger als vor einem Jahr (201 Minuten). 81,3 Prozent der Österreicher ab zehn Jahren hörten im zweiten Halbjahr 2012 Radio. Damit bleibt das Radio die meistgenutzte Mediengattung des Landes.

ORF bleibt stabil, erodiert aber weiter

Private Konkurrenz hin oder her, der ORF hält sich auch im zweiten Halbjahr 2012 mit einem mehr als komfortablen Abstand auf dem Thron. 68,1 Prozent der Österreicher ab zehn ­hörten im zweiten Halbjahr eines der ORF-Radios. Im Vergleichszeitraum 2011 lag die Tagesreichweite bei 69,6 Prozent. 63,6 waren es bei den 14- bis 49-Jährigen (zweites Halbjahr 2011: 65,6 Prozent).

Private picken Anteile heraus

Was der ORF Stück für Stück einbüßt, picken die Privaten Halbjahr für Halbjahr heraus. Die RMS-Top-Kombi legte etwa erneut an Reichweite in der werberelevanten Zielgruppe zu (36,4 Prozent statt 35,1 Prozent). Das private Flaggschiff, Kronehit, baute seine Hörerschaft ebenfalls aus: 16,7 Prozent der 14- bis 49-Jährigen schalteten den Sender im zweiten Halbjahr ein (plus 1,1 Prozent).

Mehr dazu im aktuellen HORIZONT (Ausgabe 5, erscheint am 1. Februar). Eine ausführliche Analyse des Radiotests folgt eine Woche später in HORIZONT 6/13 am 8. Februar.
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