Radiotest-Ergebnisse fürs 2. Hj. 2014
 

Radiotest-Ergebnisse fürs 2. Hj. 2014

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Österreicher hören im Schnitt täglich 191 Minuten Radio - Abstand RMS Top-Kombi zu Hitradio Ö3 hält sich stabil mit 37,2 Prozent zu 45,4 Prozent Reichweite bei 14-49-Jährigen, ORF-Flotte erreicht gesamt 61,6 Prozent in ebendieser Zielgruppe

Radio ist mit mehr als 80 Prozent Tagesreichweite oder rund 6.072.000 täglichen Hörern und 191 gehörten Radiominuten das meist genutzte Medium. Dies bestätigt auch der aktuelle Radiotest für das 2. Halbjahr 2014.

Dass sich hier wie bei allen Medien einiges verändert hat, zeigt der Vergleich der Radiominuten: vor 15 Jahren wurde in der Gruppe der Österreicher mit über 10 Jahren noch 211 Minuten lang täglich Radio gehört. Bei den 14-49-Jährigen ist die Veränderung noch spürbarer, so wurde vor 15 Jahren noch 234 Minuten täglich dem Medium gewidmet, im 2. Halbjahr 2014 waren es "nur" noch 187 Minuten. Hier wird die wachsende Medienvielfalt spürbar.

Stabilität spürbar

Gleichzeitig scheint eine gewisse Stabilität einzukehren: Die marktdominante ORF-Flotte kommt bei den 14-49-Jährigen auf 61,6 Prozent TRW nach 62,8 Prozent (10+:67,6 Prozent nach 66,5 Prozent) im Vergleichszeitraum und starke 66 Prozent Marktanteil (10+: 77 Prozent). Vor zehn Jahren lagen die ORF-Sender noch bei 76 (14-49)beziehungsweise 80 Prozent (10+) Marktanteil, wobei sich hier die Entwicklung seit 2011 zu stabilisieren scheint.

Marktführer Ö3 kommt österreichweit auf eine Reichweite von 36,4 Prozent Reichweite, das sind 2.750.000 tägliche Hörer, in der Zielgruppe der 14-49-Jährigen sind es 45,4 Prozent Reichweite und 1.880.000 Hörer.

Die Ö2-Sender liegen im Schnitt bei 31,5 Prozent Reichweite in der Hörerschaft 10+, wobei hier Radio Wien mit dem niedrigsten Wert im starken Konkurrenzumfeld auf 20,9 Prozent Reichweite und Radio Kärnten mit dem Höchstwert auf 44 Prozent Reichweite kommen - Radio Wien, Kärnten und OÖ weisen jeweils ein nicht signifikantes Plus, die übrigen Ö2-Sender ein nicht signifikantes Minus im Vegleich zum Vorjahr auf.

Der Sender FM4 liegt österreichweit bei 5,6 Prozent Reichweite bei den 14-49-Jährigen und wächst in Tirol signifikant auf 4,3 Prozent. Ö1 liegt bei stabilen 8,8 Prozent Reichweite (10+) beziehungsweise 5,3 Prozent (14-49).

RMS Top-Kombi legte in 10 Jahren 10 Prozent zu

Die Flotte der RMS Radiosender, die seit ihrer Entstehung ihre Reichweiten und Marktanteile sukzessive ausbauen konnte, erreichte im 2. Halbjahr 2014 in der Zielgruppe der 14-49-Jährigen von Montag bis Sonntag eine Tagesreichweite von 37,2 Prozent nach 37,5 Prozent im Vergleichszeitraum - in der letzten Dekade ergibt das einen Zuwachs von knapp zehn Prozentpunkten Reichweite. Die Marktanteile liegen bei 31 Prozent, in der Gesamtbevölkerung bei 23 Prozent.

Einen großen Anteil an der stetigen Aufwärtsbewegung hat der nationale RMS-Sender Kronehit, der in der werberelevanten Zielgruppe aktuell auf 18,1 Prozent TRW nach 18,2 Prozent im 2. Halbjahr 2013 kommt (10+: 12,2 Prozent) und einen Marktanteil von 13 Prozent nach 12 Prozent erreicht (10+: acht Prozent). Kronehit kann im Vergleich seine Reichweiten diesmal nur in Wien (14-49: von 14,6 auf 15,4 Prozent), Salzburg und Vorarlberg nicht signifikant ausbauen.

Konkurrent Radio Energy (in Wien, Tirol und Salzburg zu hören) zeigt diesmal eine steigende, wenn auch nicht signifikante Entwicklung, in Wien etwa wächst der Sender bei den 14-49-Jährigen von 10,4 auf 11,3 Prozent Reichweite.

Wien im Blick

Eine Gesamtsicht auf Wien in der Gruppe 10+ zeigt, dass Ö3 mit 28,6 Prozent Reichweite und 30 Prozent Marktanteil das Feld knapp vor den RMS-Sendern anführt, die gesamt auf 28,3 Prozent Reichweite kommen.

Bei den 14-49-Jährigen kehrt sich das Verhältnis um: Ö3 erreicht 31,4 Prozent gegenüber 33,1 Prozent der RMS Top Kombi, wobei beide einen nicht signifikanten leichten Reichweitenrückgang hinnehmen müssen, die gesamte ORF-Flotte kommt in Wien auf 48,5 Prozent Reichweite.

Weiters interessant: 88.6 wächst im Vergleich nicht signifikant von 4,1 auf 5,1 Prozent (14-49: 6,2 auf 6,4 Prozent) Reichweite, Radio Arabella legt von 6,7 auf 7,7 Prozent Reichweite (14-49: 4,7 auf 5,8 Prozent). Radio Ö24 verliert nicht signifikant von 2,4 auf 1,7 Prozent (14-49), lag vor der Namensänderung von Antenne Wien auf Ö24 seit 2007 allerdings immer gut über drei Prozent Reichweite. Superfly hält sich stabil bei 1,9 Prozent (10+) bzw. 2,5 Prozent (14-49).

Kurzer Blick in die Bundesländer

In NÖ ist in der Zielgruppe 10+ Ö3 (40,9 Prozent) vor Radio NÖ (26,9 Prozent) und Kronehit (15,5 Prozent). Im Burgenland liegen die gleichen Sender bei deutlich über zehn Prozent Reichweite: Ö3 (40,1 Prozent), Radio Burgenland (38,4 Prozent) und Kronehit (14,2 Prozent).

In der Steiermark erreicht Hitradio Ö3 laut Radiotest 35,6 Prozent, Radio Steiermark 32,7 Prozent, die Antenne Steiermark aus dem Hause Styria 21,1 Prozent und Kronehit 11,5 Prozent der Hörer. In Kärnten ist das Bild ähnlich mit Radio Kärnten (43,4 Prozent) vor Ö3 (35,3 Prozent), Antenne Kärnten (19 Prozent) und Kronehit (10,1 Prozent). Lounge FM, 2011 gestartet, zeigt nun in Kärnten eine signifikante Entwicklung nach oben auf 0,9 Prozent Reichweite (14-49: 1,0 Prozent).

OÖ zeigt folgendes Bild: Ö3 (39,8 Prozent), Radio OÖ (27,9 Prozent), Kronehit (13,9 Prozent), Life Radio (12,2 Prozent). In Salzburg ist ebenso Ö3 voran (39 Prozent), es folgen Radio Salzburg (3,,2 Prozent) und Antenne Salzburg (11,1 Prozent).

In Tirol erreicht das Hitradio 38,9 Prozent, Radio Tirol 31,4 Prozent und Radio U1 11,1 Prozent, Kronehit und Life Radio Tirol liegen knapp unter zehn Prozent Reichweite. In Osttirol kommt außerdem Radio Osttirol auf 23 Prozent Reichweite. In Vorarlberg folgen auf die ORF-Sender Radio Vorarlberg (35 Prozent) und Ö3 (33,6 Prozent), Antenne Vorarlberg aus dem Hause Russ Media (19,8 Prozent) und Kronehit (10,9 Prozent).

Eine Analyse im Detail mit einer Reihe von Grafiken ist dann in der HORIZONT-Ausgabe 6/2015 mit Erscheinungsdatum 6. Februar 2015 zu lesen. Daten im Detail finden sich zudem hier.
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