Radio-Distribution: Privatsender fordern Sich...
 
Radio-Distribution

Privatsender fordern Sicherung notwendiger 5G-Frequenzen

VÖP/Michael Gruber
„In einer Zeit zunehmender Desinformation werden vertrauenswürdige Informationsquellen wie der Rundfunk immer wichtiger“, so VÖP-Geschäftsführerin Corinna Drumm.
„In einer Zeit zunehmender Desinformation werden vertrauenswürdige Informationsquellen wie der Rundfunk immer wichtiger“, so VÖP-Geschäftsführerin Corinna Drumm.

Erstmalig gemeinsame Initiative deutschsprachiger Verbände tritt für Verfügbarkeit von Rundfunkprogrammen auf allen Verbreitungswegen - künftig insbesondere 5G - ein. 

Die Vertreter des privaten Rundfunks im deutschsprachigen Raum – VAUNET, APR, VSP und VÖP – haben sich mit einem Positionspapier erstmals gemeinsam für die Nutzung der 5G-Technologie für den Rundfunk stark gemacht. Kernaussage: Der freie Empfang von Rundfunkprogrammen auf allen relevanten Empfangswegen müsse langfristig sichergestellt werden. Es gehe um eine zukunftssichere Multiplattformstrategie für den Rundfunk, die die Nutzung der 5G‐Technologie für die Rundfunkverbreitung beinhaltet.

"In einer Zeit zunehmender Desinformation werden vertrauenswürdige Informationsquellen wie der Rundfunk immer wichtiger", so Corinna Drumm, Geschäftsführerin des Verbands Österreichischer Privatsender (VÖP). "Privatsender leisten einen unverzichtbaren Beitrag zu Meinungspluralität und Medienqualität. Gerade die Covid‐Krise hat dies sehr deutlich gemacht. Die Stärkung des vielfältigen und qualitätsvollen Rundfunkmarkts muss in der europäischen Medien‐ und Spektrumpolitik daher höchste Priorität haben."

Die notwendigen Frequenzen für die 5G‐Rundfunkübertragung im Bereich 470 ‐ 694 MHz müssten langfristig abgesichert werden. Marco Maier Vorsitzender des Fachbereichs Radio und Audiodienste des Verbands Privater Medien in Deutschland (VAUNET) fordert: "Die verantwortlichen Institutionen und Politik in Deutschland, Österreich und der Schweiz müssen sich auf EU‐Ebene und insbesondere bei der World Radio Conference 2023 dafür einsetzen, dass das Frequenzspektrum für den Rundfunk und auch für drahtlose PMSE‐Geräte erhalten bleibt, um den Sendern 5G‐Broadcast zu ermöglichen." 
Forderungen der Privaten

Gemeinsam fordert die Privatsender-Branche sechs Punkte: 

  1. die Sicherung besagter Frequenzkapazitäten
  2. die Kombination aus Rundfunk und mobilem Breitband
  3. eine Must-Carry-Regelung für lizenzierte Rundfunkinhalte gegenüber dem 5G-Rundfunknetzbetreiber
  4. eine Pflicht zur Zusammenschaltung und gegenseitigen Interoperabilität zwischen dem 5G-Rundfunk-Universaldienstnetz und den Mobilfunknetzen
  5. eine Pflicht für Hersteller und Mobilfunknetzbetreiber das jedes in den Markt gebrachte Endgerät Funktionalitäten bieten muss
  6. Verankerung einer Gewährleistungspflicht im TKG für einen gleichberechtigten Zugang des Endnutzers zu Rundfunk- und Mobilfunkdiensten
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