Qualität ist nicht alles
 

Qualität ist nicht alles

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Qualität ist nicht gleich Reichweite - darüber war man sich am Podium einig.(c)J.Brunnbauer
Qualität ist nicht gleich Reichweite - darüber war man sich am Podium einig.(c)J.Brunnbauer

"Inhalt oder Reichweite - Was braucht der Kunde?" war eine der vielen Fragen am ersten Tag der Österreichischen Medientage.

Unter der Moderation von Walter Neuhauser (Neuhauser-Harnach GbR) kamen Uwe Esser (ARD Werbung), Joachim Feher (MediaCom), Niki Fellner ("Österreich"), Franz Prenner (ORF-Enterprise) und Georg Wiedenhofer (bauMax) am Podium zusammen, um sich über Sinn und möglichen Unsinn der Diskussion rund um Qualität versus Reichweite auszutauschen.

So unterschiedlich die Fachbereiche der Diskutanten sind, so differenziert gehen sie auch an das Thema Qualität heran: Für Esser besteht die Notwendigkeit den Begriff Qualität erst zu definieren, eine Umfrage unter Kunden und Agenturen im Auftrag der ARD hätte zumindest über 30 verschiedene Interpretationen hervorgebracht. Zudem gelten "unterschiedliche Qualitätsmaßstäbe für unterschiedliche Zielgruppen".

Für Fellner ist Qualität Massenwirksamkeit und auch Prenner stellt Qualität und Reichweite ebenfalls nicht gegenüber, wenn er meint: "Inhalt erzeugt Reichweite". Dem gibt auch Wiedenhofer recht, wenn er Reichweite in der für das jeweilige Produkt relevanten Zielgruppe wünscht, nicht aber allgemeine Reichweite. Insofern bestimmt letztendlich der Konsument über das was Qualität ist oder nicht - Stichwort Dschungelcamp. Einig war sich das Podium in Sachen Content-Vermittlung, denn die Grenzen zwischen den verschiedenen Kanälen verschwimmen zusehends.

Mehr zu der spannenden Qualitätsdebatte lesen Sie im HORIZONT Nummer 39, der am 1. Oktober 2010 erscheint.
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