"Punkt ch" wird verschenkt
 

"Punkt ch" wird verschenkt

Die Mitarbeiter der heute eingestellten schweizer Gratiszeitung können das Werk gratis übernehmen.

Gestern wurde der soforte Notstopp der schweizer Pendlerzeitung ".ch" bekanntgegeben. Ab heute bleiben die Boxen leer. Es sei denn, die Belegschaft oder Teiel davon nehmen das Werk selbst in die Hand. Denn der Verwaltungsrat gibt die Zeitung frei: "Die Mitarbeiter können nun Vorschläge bringen, neue Partner präsentieren oder die Zeitung gratis übernehmen", kündigt VR-Präsident Ernst Buob im Interview mit "Persönlich" an, "bei einem Management Buyout würden wir nicht einemal einen symbolischen Franken verlangen". Wenn diese Ideen jedoch wirtschaftlich nicht umsetzbar seien, käme es zur definitiven Schliessung. Buob betont nocheinmal, dass das Scheitern eindeutig an der Wirtschaftskrise und dem eingebrochenen Anzeigenmarkt lag und nicht an mangelnder Leseraktzeptanz, räumt aber auch ein, dass die Konzeptverlagerung von der Hauszustellung hin zur Pendlerzeitung vielleicht doch zu spät erfolgt sei. "Wahrscheinlich wären wir jetzt schon in einer anderen Position, wenn sich ".ch" frühre bei Lesern und im Werbemarkt etablieren hätte können. Damit müssten wir uns jetzt vielleicht nicht fragen, ob wir die Krise überleben, sondern nur wie wir sie am besten überstehen", so der Präsident.


Jetzt bleibt der weitere Werdegang von Konkurrent "News" von Tamedia zu beobachten. Es heißt, der Gratistitel wurde nur lanciert, um ".ch" den Markteintritt zu erschweren.

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