PULS 4 prangert mit "Bist du deppert!" Steuer...
 

PULS 4 prangert mit "Bist du deppert!" Steuerverschwendung an

APA (Archiv)
Florian Skrabal sprach von einer Herausforderung
Florian Skrabal sprach von einer Herausforderung

"Bist du deppert!" tönt es ab Dienstag wieder aus dem Fernseher. PULS 4 bringt die mittlerweile vierte Staffel des Aufdeckerformats on air, das "Steuerverschwendung und andere Frechheiten" der Obrigkeit anprangert.

Dem mit heimischen Comedy-Größen bestückten Team allerdings vergeht mitunter das Lachen, wenn sie sich die von dossier.at recherchierten Fakten genau anschauen.

Es sei schon eine Herausforderung, das Material "so aufzubereiten, damit man auch Schmähs darüber machen kann", meinte Florian Skrabal von dossier.at bei der Präsentation am Montag. Dass der Weg vom Rechnungshofbericht - primäre Quelle für die Recherchearbeit - zum locker-flockigen Comedy-Sketch ein weiter ist, kann man sich vorstellen. Und dann sei das alles ja auch nicht wirklich lustig, so Moderator Gerald Fleischhacker: "Was mit dem Steuergeld passiert, ist zum Teil wirklich erschreckend und grausam."

Weshalb PULS 4 auch in die Geisterbahn im Wiener Prater lud, um der Presse die neue Staffel zu zeigen. Zwischen Untoten und Folteropfern wurden da etwa der "Fall Belvedere" mit den Complianceverstößen der früheren Museumschefin Agnes Husslein, unterschiedlich hohe Gebühren für Schanigärten in Wien und Missstände in der Holzwirtschaft des Bundesheeres vorgeführt.

Mit dem Publikumszuspruch ist der Sender zufrieden, im Schnitt erreichte man bei den Zwölf- bis 49-Jährigen neun Prozent Marktanteil, das Staffelfinale der dritten Ausgabe hatte 11,5 Prozent. Im Schnitt zählte man rund 200.000 Zuschauer. Kabarettist Reinhard Nowak allerdings findet es "schade", dass es praktisch keine politischen Konsequenzen gebe. "Es ist wichtig, das aufzuzeigen - es wäre aber schön, wenn es nicht 'wurscht' wäre. Und dann die Mindestsicherung kürzen wollen - das ist so krank und pervers." Sein Kollege Gregor Seberg kann sich eines gewissen "Ohnmachtsgefühls" nicht erwehren - "ich werde beraubt und schaue zu und kann nichts machen", so seine Einsicht. "Das Geld liegt brach, und man kann den armen Leuten im Inland nicht helfen."

Mit von der Partie sind unter anderem auch wieder Rudi Roubinek, Joesi Prokopetz, Angelika Niedetzky, Andreas Vitasek oder Leo Lukas. Die Staffen umfasst sechs Folgen zu 60 Minuten, insgesamt wurden 24 Fälle aufbereitet - aus allen Bundesländern außer der Steiermark und Vorarlberg. Sendetermin ist jeweils Dienstag um 20.15 Uhr.
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