Public Value-Tag: Weltweites Internet-Manifes...
 
Public Value-Tag

Weltweites Internet-Manifest vorgestellt

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Aexander Wrabetz, ORF-Generaldirektor und Klaus Unterberger, Leiter der Public Value-Abteilung ORF (v.l.)
Aexander Wrabetz, ORF-Generaldirektor und Klaus Unterberger, Leiter der Public Value-Abteilung ORF (v.l.)

Am 4. Oktober 2021 wurde im Rahmen des Public Value-Tags zum Thema 'Vom Broadcaster zum Qualitätsnetzwerk' das 'Public Service Media and Public Service Internet Manifesto' vorgestellt.

Das Manifest fordert die Sicherung der Existenz, der Unabhängigkeit und Finanzierung von öffentlich-rechtlichen Medien sowie die Schaffung eines Public Service Internet. Mehr als 1.000 WissenschafterInnen aus den USA, Lateinamerika, Australien und Europa haben das Manifest bereits unterzeichnet. Klaus Unterberger, ORF Public Value, diskutierte in vier Panels mit WissenschafterInnen unter anderem mit Manifest-Initiator Christian Fuchs von der University of Westminster, Christoph Neuberger, FU Berlin, Barbara Thomaß von der Ruhr-Universität Bochum, Susanne Pfab, ARD-Generalsekretärin sowie Paul Keller von der internationalen Koalition "Digital European Public Space".

"Unser Manifest fordert die Schaffung eines Public Service Internets, damit öffentlich-rechtliche Medien in die Lage versetzt und mit angemessenen Mitteln ausgestattet werden, um Online-Plattformen bereitzustellen, die einen gemeinwohlorientieren digitalen Auftrag haben, Informationen, Nachrichten, Debatten, Demokratie, Bildung, Unterhaltung, Partizipation und Kreativität mit Hilfe des Internets zu fördern", erklärt Fuchs. Das Manifest wurde von einer Gruppe internationaler MedienexpertInnen in einem mehrmonatigen Online-Diskussions- und -Kooperationsprozess auf der österreichischen Plattform ecomitee.com erstellt. Die Manifest-Initiative ist außerdem Teil des Forschungsnetzwerks "InnoPSM: Innovation in Public Service Media Policies".

"Wir brauchen ein neues Internet, das eine öffentliche Sphäre für Menschen bietet, die nicht nur Medienkonsumentinnen und -konsumenten, sondern in erster Linie Bürger und Bürgerinnen sind. Die bestehende Infrastruktur der öffentlich-rechtlichen Medien muss dabei eine wichtige Rolle spielen, um eine Alternative zur drohenden Dominanz der Datenkonzerne in der öffentlichen Kommunikation zu schaffen. Ein neues, demokratisches Internet ist möglich. Deshalb rufen wir zum Handeln auf", betont Klaus Unterberger, Leiter der Public Value-Abteilung des ORF und Mitinitiator des Manifests.

"Die digitale Transformation ist zweifellos die größte und zugleich faszinierendste Herausforderung für öffentlich-rechtliche Medien. Sie erfordert Reformbereitschaft, Innovationsbewusstsein und Mut zur Veränderung", so ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz abschließend. Das "Public Service Media und Public Service Internet Manifesto" finden Sie hier.
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